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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo jagen Fledermäuse ihre Beute?
Zwischenüberschrift:
Studentin bittet um Hilfe bei der Suche – Maikäfer geben Aufschluss über Reviere
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lautlos flattert ein kleiner schwarzer Schatten durch die Abenddämmerung. Ein kurzer Ruck, dann zuckt das Netz, das Irina Würtele am Rande des Sportplatzes aufgestellt hat. Vorsichtig greift sie hinein, dann lächelt sie. Treffer. Der kleine Gast ist eine Breitflügelfledermaus.
Dem geheimen Leben dieser Tiere will die 22-jährige Studentin der Fachhochschule mit ihrer Bachelor-Arbeit im Fach Landschaftsentwicklung auf den Grund gehen. Irina Würtele möchte untersuchen, wo die geschützten Fledertiere im Stadtgebiet vorkommen und wo sie ihr Futter jagen.
Ein paar Orte kennt Irina Würtele bereits. Um aber flächendeckend zu erfahren, wo die Tiere leben und jagen, bittet sie die Osnabrücker Einwohner um Mithilfe. Dabei geht es nicht darum, sich nachts auf die Lauer zu legen und den Himmel abzusuchen. Es gibt ein komfortableres Anzeichen, wo Fledermäuse nachts auf die Jagd gehen. " Sie fressen gerne Maikäfer", sagt Würtele und bittet Bewohner des Stadtgebiets, ihr Orte zu nennen, wo diese Käfer vorkommen.
Vorsichtig greift Würtele nach der Fledermaus, wiegt sie, misst sie und bestimmt ihr Geschlecht. " Es ist ein Männchen", stellt die Studentin fast bedauernd fest.
Denn vor allem den Weibchen gilt ihr Interesse. " Sie sind wichtig für den Bestand." Die weiblichen Tiere schließen sich im Sommer für die Aufzucht der Jungtiere zu Wochenstuben zusammen. Zum letzten Mal wurde 1989 bei einer Untersuchung eine Wochenstube in Lüstringen bekannt. Derzeit kennen die Fachleute keine. " Ich freue mich, wenn mir jemand sagen kann, wo es eine Wochenstube gibt", sagt Irina Würtele.
Der kleine Kerl in ihrer Hand bewegt den Kopf. Geräuschlos, so scheint es, aber mit dem " Bat-Detektor" ist ein Knattern zu hören. Die Tiere rufen für Menschen nicht hörbar im Ultraschallbereich. Am Echo erkennen sie ihre Umgebung und orten mögliche Beute. Der Detektor macht die Frequenz für den Menschen hörbar.
Mit so einem Detektor sucht Würtele auch nach den Fledertieren. " Sie sind überall in der Stadt unterwegs." Ihre Kenntnisse hat sie von der Diplombiologin Regina Klüppel-Hellmann. Sie koordiniert landesweit eine Langzeitstudie zur Erfassung der europaweit geschützten Fledermäuse. Auch die Ergebnisse von Irina Würteles Arbeit sollen darin einfließen.
Sanft hält sie das 20, 3 Gramm leichte Tier. Vorsichtig entlässt sie es in die Nacht und hofft, dass sie in Kürze weitere Orte für ihre Erhebung erfahren wird.
Kontakt: irina.wuertele@ fh-osnabrueck.de

Bildtext: Das geheime Leben der Breitflügelfledermaus möchte Irina Würtele erforschen. Dafür bittet die Studentin der Fachhochschule Osnabrück Bewohner der Stadt um Mithilfe. Foto: Egmont Seiler
Autor:
mlb


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