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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Es wäre mehr Ökostrom machbar
Zwischenüberschrift:
Rundfahrt: Erneuerbare Energie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der bisherige Anteil des " grünen Stroms" in Osnabrück kann als ausbaufähig bezeichnet werden. Aber es tut sich einiges. Davon machten sich Einwohner jetzt ein Bild, als Stadt und Stadtwerke zur " Erneuerbaren-Energien-Bustour" einluden und laufende und neue Projekte vorstellten.
Anlass der Tour ist der Tag der erneuerbaren Energien, den Stadt und Stadtwerke erstmalig für die gemeinsame Tour nutzten. Themen gibt es reichlich: Auch die Bereiche Geothermie, Blockheizkraftwerk oder Energieeffizienz wurden angesprochen. Doch vornehmlich ging es um drei Projekte, mit denen die Veranstalter stellvertretend die Möglichkeiten alternativer Energien vorführten. Dass keine Fragen der Teilnehmer offen blieben, dafür sorgten Stadtbaurat Wolfgang Griesert, der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann, Vertriebsleiter Dr. Klaus Siedhoff sowie Prof. Klaus Kuhnke, Vorsitzender des Solarenergievereins.
Seit vergangenem Jahr wird am technisch-ökologischen Lernort Nackte Mühle die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Bislang wurden rund 14 000 Kilowattstunden ins Netz eingespeist, berichtet Leiterin Björg Dewert. Damit können etwa vier Haushalte versorgt werden, so Wolfgang Griesert. Das sind keine Größenordnungen, die das Energieproblem auf einen Schlag lösen. Aber am Lernort geht es vornehmlich darum, Umweltschutz und historische Technik zusammenzubringen, wie Dewert sagt.
Da ist der Piesberg eine andere Hausnummer. Hier stehen vier Windkrafträder, die eine Leistung von je 500 Kilowatt erbringen. Die Stromerzeugung reicht etwa für 1100 Haushalte, rechnet Siedhoff vor noch. Denn die Stadtwerke streben eine Vervierfachung an. Dafür sollen bis zum Jahresende drei der bisherigen Anlagen durch deutlich leistungsstärkere Windräder ersetzt werden, wofür das Unternehmen zehn Millionen Euro investieren möchte. " Es gibt in der Region keinen vergleichbaren Standort", sagt Hülsmann. Allerdings: Anwohner wehren sich gegen die über 100 Meter hohen Anlagen. Die Bürger befürchten Lärm und Schatten. Immerhin gibt dieBusreise den Teilnehmern einen Eindruck von der Lautstärke. In einigen Hundert Metern Entfernung steigen sie für eine " Hörprobe" aus dem Bus und nehmen lediglich das Rascheln von Blättern wahr.
Dazu kommt die Solarenergie. Vor exakt vier Jahren wurde mit der Rosenplatzschule das erste städtische Gebäude mit einer Fotovoltaikanlage versehen, deren Stromerzeugung etwa sieben Haushalte versorgen kann. Sie ist " das Schokoladenstück des Osnabrücker Dächerensembles", formuliert Kuhnke. Mittlerweile gibt es in Osnabrück über 300 Anlagen, sie produzieren Strom für etwa 600 Haushalte, berichtet Griesert.
Dabei sei es möglich, allein durch Verwendung von sehr gut und gut geeigneten Dächern alle privaten Haushalte der Stadt mit Energie zu versorgen, ist Kuhnke überzeugt. Verschiedene Projekte sind angelaufen: Geeignete Dächer wurden katalogisiert, Einwohner über die Technik informiert, dazu stellt die Stadt öffentliche Dächer zur Verfügung. Noch sei die Solarenergie ein " zartes Pflänzchen", sagt der Wissenschaftler. Doch im vergangenen Jahr habe es bereits Zuwachsraten in der Stromerzeugung von 50 Prozent gegeben, Tendenz steigend.

Bildtext: Die Wasserkraft wird am technisch-ökologischen Lernort Nackte Mühle zur Stromerzeugung genutzt. Die Tourteilnehmer schauten sich dort um. Foto: Egmont Seiler
Autor:
hmd


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