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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Am Rosenplatz war Endstation
Zwischenüberschrift:
Vor knapp 100 Jahren fuhr eine Straßenbahn zur Johannisstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Als1907 das Bild an der Kreuzung zum Rosenplatz entstand, ratterte eine Straßenbahn durch Osnabrück. Seit knapp einem Jahr war die " Elektrische", wie die Osnabrücker sie nannten, damals in Betrieb.
cko Osnabrück. Weiter als bis zum Rosenplatz kam die Linie zu der Zeit jedoch noch nicht: Es gab noch keine Eisenbahnüberführung an der Iburger Straße. Nur zwei Linien mit 16 Wagen fuhren zu Beginn der Osnabrücker Eisenbahngeschichte: Die Linie 1, die " rote Linie", rumpelte vom Hauptbahnhof über Neumarkt und Nikolaiort bis zur Lotter Straße. Die zweite, gelbe Linie fuhr von der Johannisstraße bis zum Hasetor. Erst 1925 kam eine dritte Linie dazu, die vom Neumarkt bis zum Arndtplatz verkehrte. Mit der Einführung der " Elektrischen" am 31. Januar 1906 gehörten die Pferdewagen endgültig der Vergangenheit an und Osnabrück war im technischen Zeitalter angekommen.
Eine Fahrt kostete damals zehn Pfennig. Viele Touren, 54 Jahre und 120 Tage später machte die " Elektrische" ihre letzte Runde über die Straßen. Am 29. Mai 1960 wurde der Betrieb eingestellt, um Platz für den Individualverkehr zu machen.
1907 aber, zu der Zeit, als die historische Postkarte verschickt wurde, rumpelte die junge Bahn noch munter im Siebeneinhalb-Minuten-Takt zum Rosenplatz. Die Osnabrücker fanden auf der Ecke des Rosenplatzes eine Gastronomie namens " Restaurant zum Johannistor" von Inhaber " Ph. Struchtrup" vor. Der Familienname ist in Osnabrück noch heute bekannt lange Zeit betrieb ein Nachkomme Struchtrups das Rosenhofkino.
Rechts auf dem Foto ist ein mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen, in dessen Erdgeschoss ein Geschäft war und das in Bildern von 1909 als " das neue Eckhaus Nr. 136" auftaucht. Beide Gebäude wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Hintergrund des Bildes ist die Johanniskirche zu sehen.
Heute steht an der Kreuzung das sogenannte Problemhaus am Rosenplatz, das eher durch negative Schlagzeilen und seinen katastrophalen baulichen Zustand in den Blick der Öffentlichkeit gerät. Ihm gegenüber ist auch heute ein Wohnhaus mit Geschäften im Erdgeschoss zu finden. Beide Bauten entstanden in den Fünfzigerjahren, waren damals der neueste Stand der Bautechnik und ein Zeichen für selbstbewusstes Bauen.

Bildtext: " Schreib bitte bald wieder. Viele Grüße von Vater und Mutter", steht auf dieser Postkarte von 1907, die uns Dieter Mehring aus Moers aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte. Damals fuhr noch die Straßenbahn über die Johannisstraße. Foto: privat

Viele Autos und ein Problemhaus bestimmen heute die Kreuzung am Rosenplatz. Nur die Johanniskirche sieht noch so aus wie vor knapp 100 Jahren. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
cko


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