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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Rasenschnitt bleibt stecken
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker ärgert sich über ungeleerte Tonne – Müllabfuhr sieht Pflicht erfüllt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Ich kann die Biotonne doch schlecht an meine Anhängerkupplung packen und selbst zum Recyclinghof fahren", ärgert sich Mathias E. Weil der Rasenschnitt des Osnabrückers in der Tonne festklebte, wurde sie von der Müllabfuhr ungeleert zurückgelassen. Die sieht jedoch ihre Pflicht erfüllt.
Kurz vor Ostern hatte der 47-Jährige seinen Rasen gemäht. Der Grünabfall landete in der Biotonne. Letzte Woche sollte die Müllabfuhr sie dann leeren. Als er nach der Arbeit nach Hause kam, fand er die Tonne jedoch ungeleert und mit aufgeklapptem Deckel auf seiner Auffahrt.
" Das ist nicht das erste Mal", sagt Mathias E. erbost. Als er beim der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) anrief und forderte, dass die Müllabfuhr noch einmal kommen soll, wurde er abgewiesen. Dass er den Müll in Tüten packen und bei der nächsten Abfuhr neben die Tonnen stellen solle, riet man ihm.
Doch das sieht der Osnabrücker nicht ein: " Was reinpasst, sollte auch geleert werden. Es kann doch nicht so schwer sein, da noch einmal gegenzuklopfen, damit der Müll sich löst", meint er.
Der AWB kennt das Problem, Mathias E. ist kein Einzelfall. Gerade wenn Gartenbesitzer vertikutieren oder den Rasen mähen, klebt der feuchte Abfall häufig in der Biotonne fest, weiß Hildegard Meyer zu Vilsendorf, Fachdienstleiterin Betrieb und Instandsetzung beim AWB.
Im Normalfall wird die Tonne bei der Müllabfuhr auf die sogenannte Schüttung gesetzt, hochgefahren und dann auf den Kopf gestellt, damit der Müll rausfällt, erklärt sie. " Wenn die Kollegen sehen, dass der Inhalt nicht herausfällt, betätigen sie die Schüttung noch mal", so Meyer zu Vilsendorf. " Zwei- bis dreimal wird die Tonne geschüttelt." Wenn der Müll dann nicht rausfällt, bleibt die Tonne ungeleert stehen. Dass die Mitarbeiter noch mit den Händen nachhelfen, sei " unzumutbar", so die Fachdienstleiterin. Mathias E. sieht andererseits nicht ein, dass er nun seinen Müll eigenhändig entsorgt. " Wofür bezahle ich denn dann für die Biotonne? Ich kann mich schließlich auch nicht für einen anderen Anbieter zum Abholen entscheiden", sagt er mit Nachdruck.
Hildegard Meyer zu Vilsendorf sieht das anders. " Wir haben unsere Leistungen angeboten und versucht, die Tonne zu leeren", sagt sie und rät, beim nächsten Rasenschnitt präventiv tätig zu werden. Wenn die Osnabrücker vertikutieren oder Rasen mähen, sollen sie Zeitungspapier zwischen den feuchten Grünabfall legen, damit er gar nicht erst festklebt und sich bei der Abfuhr löst. Als Alternative, wenn doch mal etwas stehen bleibt, empfiehlt sie einen der 18 Grünabfallplätze im Stadtgebiet, bei denen die Osnabrücker kostenlos ihren Grünschnitt loswerden können. Die letzte Möglichkeit sei das Abfüllen in Papiertüten, die die Müllabfuhr dann beim nächsten Mal kostenlos mitnehme.

Bildtext: Ist drei Mal schütteln bei der Leerung genug? Der Abfallwirtschaftsbetrieb meint ja. Gartenbesitzer sehen das anders und fordern Konsequenzen. Foto: Elvira Parton
Autor:
cko


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