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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
60 Prozent weniger Umsatz
Zwischenüberschrift:
Einzelhändler der Lotter Straße klagen über Verkehrsregelung – "Wir sind erreichbar"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Einbahnstraßenregelung der Lotter Straße wird für die ansässigen Einzelhändler zu einem Problem. Seit die Straße für den Durchgangsverkehr stadteinwärts tabu ist, beklagen die Geschäftsleute drastische Umsatzeinbußen.
" In den ersten Tagen haben einige Kollegen 60 Prozent Umsatzrückgang zu verzeichnen", klagt die Gründerin der Interessengemeinschaft Lotter Straße, Renate Herkenhoff.
Woran das liege, sei klar: " Die Lotter Straße ist keine Einbahnstraße", wie in mehreren Osnabrücker Medien kommuniziert wurde, ärgert sich die Unternehmerin. Jedenfalls zum größten Teil nicht. Nur ein kurzer Abschnitt der Straße, ganz am Anfang kurz hinter dem Akzisehaus, ist für den stadteinwärts rollenden Verkehr nicht zugänglich. Dennoch weist ein von der Stadt aufgestelltes Baustellen- und Umleitungsschild den Stadteinwärtsverkehr bereits an der Kreuzung Kirchenkamp auf die Sperrung der Lotter Straße hin. Auch auf dem Kirchenkamp sind die Rechtsabbiegerpfeile durchgestrichen worden.
Das alles ärgert die Geschäftsleute gewaltig. Schließlich darf und kann der Zielverkehr bis zur Baustelle in die Lotter Straße fahren. Darauf weist jetzt eine entsprechende Beschilderung seitens der Stadt hin. Zunächst habe es ein " Durchfahrt verboten"- Schild gegeben, dann auf Intervention der Polizei ein Einbahnstraßenschild und dann wieder ein " Durchfahrt verboten"- Schild mit dem Zusatz " Anlieger frei", ärgern sich die Unternehmer über das Hin und Her.
Um auf die aktuelle Regelung hinzuweisen, haben die Unternehmer in Höhe des Akzisehauses und am Hans-Calmeyer-Platz jeweils ein überdimensionales Schild aufgestellt, das auf ebendiesen Umstand hinweist.
Über kurz oder lang wird die Einbahnstraßenregelung aber wohl jeden Einzelhändler an der Lotter Straße erreichen, wie auch der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Harald Niemann, weiß. Schließlich handelt es sich um eine " Wandereinbahnstraße", die mit den Bauarbeiten stadtauswärts rückt. " Das wird eine harte Zeit für uns alle. Irgendwann wird es jeden etwas härter treffen. Wir müssen jetzt zusammenstehen", appellierte der Unternehmer auf offener Straße an die versammelte Kaufmannschaft.
Die Unternehmer haben nicht nur Angst um ihre eigene Geschäftsgrundlage, sondern auch um die Funktion der Lotter Straße als Nahversorgungszentrum für den Westerberg und das Katharinenviertel: " Dann gäbe es hier nichts mehr für die Anwohner. Das wäre schlimm, weil es auch viele alte Menschen hier gibt", so Herkenhoff.
Stau auf anderen Straßen
Da sich Verkehr ähnlich wie Wasser immer einen Weg sucht, hat die Leere, die durch die neue Verkehrsführung derzeit auf Teilen der Lotter Straße herrscht, auch Auswirkungen auf andere Straßen. So herrscht seit einer Woche gerade zum morgendlichen Berufsverkehr auf der Martinistraße Dauerstau. Auch die Rehmstraße muss sehr viel mehr Stadteinwärtsverkehr verkraften. Ebenso wie die Westerbergwohngebiete oberhalb der Lotter Straße: " Die freuen sich alle riesig, gerade wegen des Flüsterasphaltes", meint Niemann. Flüsterasphalt? " Kopfsteinpflaster."

Bildtext: Zufahrt frei! Mit einem Schild weisen die Einzelhändler der Lotter Straße darauf hin, dass die Straße trotz Baustelle größtenteils von beiden Seiten erreichbar ist. Foto: Thorsten Wöhrmann
Autor:
slx


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