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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jäger müssen auf der Hut sein
Zwischenüberschrift:
Wildschweine als neue Bedrohung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Amoklauf von Winnenden spielte auch eine Rolle für die Jägerschaft Osnabrück-Stadt. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend stellte der Vorsitzende Peter H. Konermann im Hinblick auf die Aufbewahrung von Waffen klar: " Wir sperren uns nicht gegen Überprüfungen der Stadt."

Gegen voreilige Gesetze und Verordnungen wandte sich jedoch Georg Schirmbeck in seinem Grußwort. Diese würden häufig nur neue Probleme schaffen, so der CDU-Bundestagsabgeordnete. Vielmehr müssten alle gesellschaftlichen Gruppen ihre Aufgaben wahrnehmen, um Tragödien wie den Amoklauf in Winnenden zu vermeiden.
Konermann zeigte sich unterdessen sicher, dass Überprüfungen keine Beanstandungen ergeben würden. In den vergangenen Jahren seien keine Verstöße der Jägerschaft Osnabrück-Stadt festgestellt worden, sagte der Vorsitzende.
Weiterer zentraler Bestandteil der Jahreshauptversammlung war der Vortrag von Dr. Gunter Sodeikat vom Institut für Wildtierforschung in Hannover. Der Titel: " Das Schwarzwild eine faszinierende Wildart". Eine Vorlage bot ihm dabei der stellvertretende Kreisjägermeister Dominik Ostman von der Leye mit seinem Streckenbericht.
So war im vergangenen Jahr auch in Osnabrück ein Wildschwein erlegt worden. " Es könnten bald viele werden", sagte der Referent, der eine klare Aufforderung auch an die Osnabrücker Jäger richtete: " Ich rufe Sie auf zum Handeln." Denn der Zuwachs der Population betrage laut jüngsten Untersuchungen jährlich rund 300 Prozent.
Gerade Frischlinge müssten zur Strecke gebracht werden, um die Zahlen wieder nach unten zu drücken. In den letzten drei Jahrzehnten sei die Tierart zu wenig gejagt und die Bestandsgrößen und Verjährungsraten unterschätzt worden. Auch durch die Intensivierung im Ackerbau und die milden Winter habe das Schwarzwild beste Voraussetzungen für die Vermehrung gehabt: " Der Bestand explodiert", so Sodeikat. Folge seien geschädigte Reviere und die Gefahr der Schweinepest. Als problematisch beschrieb er es, wenn die Tiere in Städten Reviere gefunden hätten, da hier die Jagd entsprechend gefährlich sei.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde zudem ein " Zivilist" geehrt. Der ehemalige Zoo-Direktor Dr. Wolf Everts erhielt das " Goldene Rebhuhn" der Landesjägerschaft. Damit wurde nicht nur seine Arbeit im Zoo, sondern auch sein Engagement dabei, Kindern " Natur und Naturkreisläufe" näherzubringen, ausgezeichnet, so Konermann.

Bildtext: Jäger unter sich: Referent Dr. Gunter Sodeikat (von links), Peter H. Konermann, Vorsitzender der Jägerschaft, und Dominik Ostman von der Leye, Kreisjägermeister. Foto: Elvira Parton
Autor:
hmd


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