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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grüne: FMO-Ausbau ist wirtschaftspolitischer Blindflug
Zwischenüberschrift:
"Alle Prognosen liegen völlig daneben"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Pläne könnten zunächst einmal für drei Jahre ausgesetzt werden: Diesen Vorschlag möchten die Grünen den Ausbaubefürwortern des Flughafens Münster/ Osnabrück (FMO) machen. In dieser Frist könne angesichts sinkender Fluggastzahlen und wirtschaftlicher Verluste die Situation neu analysiert werden.
Die Grünen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück hatten Helmut Fehr eingeladen. Der Sprecher der Grünen im Regionalrat Münster hatte genau diesen Vorschlag drei Jahre die Ausbaupläne zurückzustellen dem Landrat des Kreises Steinfurt, Thomas Kubendorff, gemacht bislang ohne Ergebnis.
Dieser Ansatz soll nun möglicherweise auch eine Option für die Osnabrücker Region sein zumal die (Noch-) Befürworter so ihr Gesicht wahren könnten, sagte das Osnabrücker Ratsmitglied Volker Bajus. Denn dass der Ausbau keinen Sinn mache davon ist die Partei überzeugt.
Dabei führten die Mitglieder insbesondere wirtschaftliche Gründe an. Sämtliche Zahlen sprächen gegen den Ausbau, so Fehr. Denn die Anzahl der Fluggäste gehe kontinuierlich zurück und damit auch der Marktanteil, während im Gegenzug die Bilanzverluste zunähmen.
Derzeit werde die Bilanz für das Jahr 2008 geprüft, und die Daten wahrscheinlich im Juni vorgelegt. Dann sei auch ein guter Zeitpunkt, um den Vorschlag einzubringen, die Ausbaupläne zurückzustellen, so Bajus. So könne der " wirtschaftspolitische Blindflug" beendet werden.
Eine Verbesserung der Situation erwarten die Grünen nicht. Der Flughafen habe mittlerweile 100 Millionen Euro an Schulden angehäuft. Statt 60 Millionen Euro in den Ausbau der Start-und-Lande-Bahn zu investieren, sei vielmehr eine Konsolidierung vonnöten.
Ursprünglich sei geschätzt worden, dass der Flughafen eine Zunahme von Fluggästen auf drei Millionen jährlich erzielen könne. Doch stattdessen liege man mittlerweile bei unter 1, 5 Millionen: " Alle Prognosen liegen völlig daneben", kritisierte Fehr. Folge sei, dass die Anteilseigner die Verluste über Steuergelder ausgleichen müssten. Dies werde nun auch bei den Stadtwerken Osnabrück kritisch gesehen, sagte Bajus, der im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt.
Die Stadtwerke würden daher mittlerweile verlangen, dass die Stadt Osnabrück die Mittel selbst aufbringe, sollten die Ausbaupläne tatsächlich umgesetzt werden.
Autor:
hmd


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