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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die ersten Maikäfer sind da
Zwischenüberschrift:
Niedliche Tiere kündigen früh den Wonnemonat an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Lotte. Beflügelt durch die frühsommerlichen Temperaturen, sind in Osnabrück und Umgebung die ersten Maikäfer aufgetaucht zwei Wochen vor Beginn des Wonnemonats.
In der Redaktion meldete sich unter anderen Irmgard Jablonski, die in Sutthausen ein erstes Exemplar der niedlichen Krabbeltiere sichtete zu früh, wie sie findet. Auch in den vergangenen Jahren sind die Maikäfer als Folge der milden Winter vor ihrer Zeit ausgeschwärmt.
Die zwei bis drei Zentimeter langen Maikäfer sind Insekten, haben sechs Beine und gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Die in unserer Region verbreiteten Feldmaikäfer sind am langen Hinterteil zu erkennen. Mit ihren gefächerten Fühlern können sie ausgesprochen gut riechen.
In ihrer kurzen Lebenszeit mit Flügeln, die lediglich vier bis sieben Wochen dauert, müssen sich die Maikäfer vermehren. Die Weibchen legen 10 bis 100 Eier bevorzugt in feuchten Humus. Nach einigen Wochen schlüpfen Engerlinge, die sich von Wurzeln ernähren und zunächst unter der Erde leben. Im Winter graben sie sich zum Schutz immer wieder tief ein. Im vierten Jahr verpuppen sie sich in einer Höhle, bevor die Maikäfer im darauffolgenden Frühling selbst flügge werden und den Wonnemonat ankündigen. Maikäfer sind nicht zu verwechseln mit den hellbraunen Junikäfern, die mit einem Zentimeter nur ein Drittel der Maikäfergröße erreichen.
Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts waren Feldmaikäfer noch sehr häufig anzutreffen. Weil sie große Schäden an Laub- und Obstbäumen anrichteten, wurden sie massiv mit Insektengiften bekämpft. Danach wurden Maikäfer so selten, dass viele Kinder sie nur von den Schokoladenmaikäfern kannten.
In den sogenannten Maikäferjahren (regional verschieden alle vier Jahre) treten die Tiere inzwischen zum Teil wieder in Massenbeständen auf und gelten dann als Plage.

Bildtext: Ein Vorbote des Wonnemonats ist verfrüht in Lotte aufgetaucht. Der Maikäfer krabbelte über das leuchtend gelbe Frühlingsfingerkraut, bevor er sich wieder unter den Blättern des Bodendeckers verkroch. Foto: Ursula Holtgrewe
Autor:
gre/jan


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