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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker sind fleißig wie die Bienen
Zwischenüberschrift:
Städte-Rangliste: Wirtschaftsleistung hoch – Aber auch überdurchschnittlich viele Straftaten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer hätte das gedacht? Trotz Krise und Kurzarbeit ist die Wirtschaftsleistung in Osnabrück nach wie vor hoch. Überdurchschnittlich hoch ist aber auch die Anzahl der hier gemeldeten Straftaten.
Das sind 2 von 21 Ergebnissen des " Regionalrankings 2009", das die arbeitgeberfinanzierte " Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" gestern vorgestellt hat (siehe die Seite " Nordwest"). Unter 409 Landkreisen und kreisfreien Städten belegt Osnabrück bundesweit Platz 244, in Niedersachsen Platz 18 (von 46). Im Vergleich zur ersten Standortanalyse dieser Art vor zweieinhalb Jahren hat sich Osnabrück kaum verändert. Damals landete die Stadt auf Rang 255 (von 435). Für alle untersuchten Städte und Kreise haben die Wissenschaftler ein " Stärken-und-Schwächen-Profil" erarbeitet.
Stärken in Osnabrück
Offenbar sind die Osnabrücker sehr fleißig. Bei der Wirtschaftsleistung kommt die Stadt bundesweit auf einen guten 43. Platz. Das hiesige Bruttoinlandsprodukt (also die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen am Arbeitsort) erreicht je Einwohner einen Wert von 42 179 Euro. Zugrunde liegen Daten und Schätzungen aus dem vorigen Jahr. Der Bundesdurchschnitt liegt bei lediglich 28 534 Euro. In Niedersachsen ist Osnabrück (wie schon 2006) fast spitze. Nur Wolfsburg ist besser (mit 83 193 Euro das bedeutet bundesweit Rang 2). Im Zusammenhang mit der Karmann-Insolvenz und mit Blick auf die stabilen mittelständischen Unternehmen hatte Oberbürgermeister Boris Pistorius der Stadt eine gesunde Wirtschaftsstruktur bescheinigt. Die Zahlen geben ihm recht.
Als weitere Stärke hebt die Studie den " positiven Pendlersaldo" für Osnabrück hervor. Das sei ein wichtiges Indiz dafür, dass die Stadt attraktive Arbeitgeber habe. Wenn eine Region einen " positiven Pendlersaldo" aufweist, bedeutet dies, dass mehr Menschen einpendeln, um hier zu arbeiten, als auspendeln, um anderenorts ihrem Beruf nachzugehen. Überdurchschnittlich viele (10 Prozent) aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Osnabrück haben einen Hochschulabschluss.
Schwächen in Osnabrück
Bemängelt wird im " Regionalranking 2009", dass in Osnabrück nur 48, 1 Prozent aller Kinder unter 6 Jahren in einer Kindertageseinrichtung betreut werden. Berücksichtigt ist der Stand des Jahres 2007. Das ist für Helmut Tolsdorf, Leiter des städtischen Fachdienstes Kinder, der Grund für das schlechte Abschneiden. Defizite habe es vor allem bei der Betreuung der unter Dreijährigen gegeben. 2005 standen lediglich 40 Krippenplätze zur Verfügung. Inzwischen gibt es 450, noch einmal so viele will die Stadt bis 2012 schaffen.
Als Schwäche werden in der Studie die 12 014 Straftaten genannt, die 2007 in Osnabrück (je 100 000 Einwohner) registriert wurden. Daraus folgen Platz 387 in der bundesweiten Rangliste und der vorletzte Platz im niedersächsischen Vergleich. 2006 bildete Osnabrück hier sogar das Schlusslicht. Im Bundesdurchschnitt wurden 2007 6786 Straftaten gemeldet. Polizeisprecher Jens Jantos glaubt trotz der negativen Analyse nicht, dass es in Osnabrück mehr Kriminalität gibt als anderswo. Die hohe Zahl der Straftaten könne verschiedene Ursachen haben. Möglicherweise sei das Anzeigeverhalten der Bürger ausgeprägter, durch verstärkte Kontrollen der Polizei seien außerdem mehr Delikte aktenkundig geworden. Überdurchschnittlich hoch sind die Zahl der Fahrraddiebstähle und die in Osnabrück angezeigten Fälle von Internetkriminalität. Aus der Statistik für 2008 geht hervor, dass die Straftaten rückläufig sind.

Bildtext:

Von einer Flaute ist in vielen Betrieben nichts zu spüren. Die Produktion läuft auf Hochtouren. Das Bild entstand im vorigen Jahr im Osnabrücker Unternehmen Runge, das unter anderem Abfalleimer aus Edelstahl fertigt.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
jan


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