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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osterfeuer weiter heiß umstritten
Zwischenüberschrift:
Bajus: Kontrollen und Einschränkungen eventuell verschärfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Stimmungsvolles Brauchtum? Oder doch nichts als sinnlose Umweltverschmutzung? An den Osterfeuern scheiden sich die Geister, das zeigen die zahlreichen Beiträge in unserem Online-Leserforum: Dem einen Teil können die Kontrollen und Einschränkungen gar nicht weit genug gehen. Der andere Teil hält die Sorge um die Feinstaubbelastung der Luft für völlig übertrieben. Die Feinstaubwerte in der Osnabrücker Innenstadt waren jedenfalls auch gestern um 11 Uhr mit 101 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft noch noch doppelt so hoch wie der zulässige Grenzwert.
Fritz Scholle aus Osnabrück zum Beispiel schreibt: " Wie kann man auf der einen Seite saubere Luft durch saubere Autos fordern und hier nicht nicht von den alten Bräuchen lassen? Auf dem Campingplatz Attersee haben wir seit Jahren auf den alten Brauch verzichtet und leisten unseren Beitrag für saubere Luft." Ralf Reinink sieht es ähnlich: " Was ich zum Thema Osterfeuer hier im Stadtteil Wüste erlebt habe, lässt mich zur Überzeugung gelangen, diese mittlerweile missbrauchte Tradition konsequent zu verbieten. Es kann nicht angehen, dass sich bei einer sommerlichen Witterungslage am Ostermontag kein Mensch auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten traut. Dass die Fenster geschlossen werden, weil es ekelhaft stinkt, und die Sonne sich zwischen 15 und 16 Uhr nur noch als glutroter Ball am Himmel zeigt, nicht in der Lage, den Dreck zu durchdringen. Für Atemwegserkrankte mit Sicherheit ein denkwürdiges Osterfest."
Detlef Mitschke sieht es anders: " Ein Osterfeuer abzubrennen ist ein guter Brauch, der zusätzlich den Zusammenhalt in den Gemeinden fördert. Dass es umweltfreundlicher′ geht, hat die Katholische Jugend Sögel gezeigt: Hier wird in einer etwa zwei Meter breiten Schale gut abgelagertes Brennholz entzündet, das kaum Qualm erzeugte." Ein anderer Osterfeuerbefürworter: " Wieder mal verbieten, maßregeln und kritisieren. In typisch vorauseilendem rot-grünen Gehorsam sollen die ohnehin reglementierten Osterfeuer noch weiter eingeschränkt werden."
Die Osnabrücker Grünen: Angesichts der anhaltenden und erheblichen Grenzwertüberschreitungen über die Osterfeiertage fordern die Grünen eine wirksame Bekämpfung der Ursachen ein. " Jetzt muss die bestehende Regelung auf den Prüfstand", fordert der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Ratsfraktion, Volker Bajus. Gerade weil Osnabrück mit seiner Kessellage ohnehin schon eine problematischere Luftqualität habe, müsse genau geschaut werden, welchen Anteil am Ostersmog die besondere Wetterlage gehabt habe und inwieweit die Vorschriften zur Einschränkung der Osterfeuer überhaupt wirksam seien. " Wir werden prüfen, ob die Größe der Feuer oder die Anzahl noch stärker begrenzt werden müssen. Wir sehen aber auch ein Kontrolldefizit. Nach wie vor gibt es viele private Nachbarschaftsfeuer, die eigentlich verboten sind", so Bajus.
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Bildtext:

Feuer und Qualm sorgen für Diskussionsstoff.

Foto: Nobbe
Autor:
swa


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