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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Amtsarzt warnt: Asthmatiker sollten im Haus bleiben
Zwischenüberschrift:
Osterfeuer treiben Feinstaubwerte auf Rekordhöhe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Gesundheitsamt warnt: Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Poblemen sollten sich derzeit möglichst wenig im Freien aufhalten und körperliche Anstrengungen vermeiden.
Durch die Osterfeuer und ruhige Wetterlage ist die Luft in der Region Osnabrück seit Sonntag extrem hoch mit dem schädlichen Feinstaub belastet. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit halte sich der Feinstaub deutlich länger in der Luft, teilte gestern der der Leiter des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück, Dr. Gerhard Bojara, mit. " Auch Menschen ohne Vorerkrankungen sollten deshalb vorsichtig sein", so Bojara.
Die Feinstaubkonzentration erreichte am Montagabend um 22 Uhr mit 189 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft einen Rekordstand. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm. Der bisherige Negativrekord stand bei 112 Mikrogramm, gemessen am 27. Januar 2006 am Schlosswall. Die hohen Werte werden nach Einschätzung des Gesundheitsamtes noch ein bis zwei Tage anhalten.
Das niedersächsische Umweltministerium bewertet die Qualität der Luft nach dem Schulnoten-System. Osnabrück erhielt gestern als einziger Ort in Niedersachsen die Note sechs – " sehr schlecht". Auch das Umweltministerium empfiehlt Asthmatikern und empfindlichen Menschen, längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden.
Auch Münster lag in den vergangenen Tagen unter einer Dunstglocke. Mit 193 Mikrogramm lag dort die Feinstaubbelastung am Ostermontag sogar noch höher als in Osnabrück. Im Internet veröffentlichte Daten des Umweltbundesamtes zeigen, dass der Westen Deutschlands bis zu einer Linie von Bremerhaven über Kassel bis Saarbrücken betroffen ist.
" Die Osterfeuer tragen schon erheblich zu den Überschreitungen bei und sind aus gesundheitlicher Sicht bedenklich, insbesondere wenn nicht erlaubte Materialien verbrannt werden", erklärt der Leiter des Gesundheitsdienstes. Die Osterfeuer haben der Stadt drei weitere sogenannte Überschreitungstage eingebracht. Sonntag, Montag und gestern lagen die Feinstaubwerte über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm. Damit erhöht sich die Zahl der Überschreitungstage in diesem Jahr auf 15 das sind schon jetzt so viele wie im ganzen Jahr 2008. Die EU duldet 35 Überschreitungen pro Jahr.
Die Stadt Osnabrück verordnete dem Osterfeuerbrauch 2008 strengere Regeln. Alle Osterfeuer müssen bei der Stadt angemeldet, größere auch genehmigt werden. In bebauten Zonen sind die Feuer verboten. Die Zahl der Feuer hat sich dadurch von 300 bis 400 in früheren Jahren auf 134 reduziert.
" Die Stadt allein ist aber machtlos", sagt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Ein erheblicher Teil der dicken Luft wehe von außerhalb in die Stadt. Mehrere Umlandkommunen bemühen sich inzwischen intensiv, die privaten Osterfeuer (die vor allem der Entsorgung von Strauchschnitt dient) einzudämmen. In Georgsmarienhütte zum Beispiel müssen alle Feuer angemeldet werden. Die Veranstalter müssen eine Erklärung über die Einhaltung der Sicherheits- und Umweltstandards unterschreiben. Auch die Appelle der Stadt Georgsmarienhütte, auf private Feuer zu verzichten, zeigt offenbar Wirkung: Die Zahl der Feuerstellen sank von 77 im Vorjahr auf 65 genehmigte in diesem Jahr.
In Wallenhorst ist das private Abbrennen von Pflanzenschnitt generell verboten. Zugelassen sind nur Brauchtumsfeuer, die für die Allgemeinheit zugänglich sind.
Daten im Internet
www.env-it.de/ umweltbundesamt/ luftdaten »
www.umwelt.
niedersachsen.de

Bildtext:

Der Rauch der Osterfeuer und die ruhige Wetterlage haben für dicke Luft in Osnabrück gesorgt. Das Gesundheitsamt hat eine Warnung herausgegeben.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
hin


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