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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osterfeuer sorgen für Smog
Zwischenüberschrift:
Feinstaubwerte dreifach höher
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Feinstaub-Alarm und dichter Dunst: Die vielen Osterfeuer haben gestern in Kombination mit der Wetterlage weiten Teilen des Nordwestens einen sonnigen Tag geraubt.
In Osnabrück war mehr als dreimal so viel Feinstaub in der Luft, wie es als unbedenklich gilt. In Ostfriesland lag der Spitzenwert am Sonntag ebenfalls über dem Dreifachen des Grenzwerts. Hier brannten die meisten Osterfeuer bereits am Samstagabend.
Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) führte eine " ganz ungewöhnliche Wetterlage" dazu, dass sich als Folge der Osterfeuer im Großraum Osnabrück bis weit ins Emsland und nach Westfalen hinein eine dichte Dunstglocke ausbreitete. An die durch Osterfeuer freigesetzten Feinstaubpartikel habe sich wegen der hohen Feuchtigkeit in bodennahen Luftschichten Wasser angelagert, erläuterte der DWD-Meteorologe Christoph Hartmann.
Die Folge war ein feuchter Dunst, der die Sicht stark einschränkte und zum Leidwesen Abertausender Oster-Ausflügler entgegen der Vorhersage die Sonne über lange Zeit fast komplett verdeckte. Hartmann: " Das ist Smog. "
In Osnabrück wurde der Grenzwert für die Feinstaubbelastung trotz einer unlängst eingeführten Anzeige- und Genehmigungspflicht für die Osterfeuer um mehr als das Dreifache überschritten. An einer Messstation in der Stadt schnellte der Wert dem Niedersächsischen Umweltministerium zufolge auf 161 µg/ m3 (Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) hoch. Der Tagesmittelwert der winzigen Teile soll jedoch 50 µg/ m3 nicht überschreiten, um die Gesundheit nicht zu gefährden.
Noch höher war die Luft in Münster mit 183 µg/ m3 belastet. Sauberer war gestern die Luft dagegen im Emsland (71 µg/ m3 ) und in Ostfriesland (65 µg/ m3 ). Hier werden allerdings die Osterfeuer traditionell schon in der Samstagnacht abgebrannt. Tatsächlich belegen die Daten von Sonntag auch hier einen Zusammenhang zwischen den Bränden und der Luftbelastung: Am ersten Osterfeiertag meldete eine Messstation für Ostfriesland einen Feinstaubhöchstwert von 173 µg/ m3 . Im Emsland lag der Höchstwert am Ostersonntag bei 90 µg/ m3 .
Nach Angaben des Landesumweltministeriums handelt es sich um ein regionales Phänomen. In anderen Teilen Niedersachsens lag die Feinstaubbelastung während der Festtage bei durchschnittlich 30 bis 40 µg/ m3 . Entsprechend war der Himmel an der Nordsee oder im Raum Hannover gestern klar. Allerdings wurden landesweit bei Osterfeuern mehrere Menschen verletzt. Im Kreis Aurich fiel ein betrunkener 20-Jähriger in die Flammen und erlitt Brandverletzungen. Beim Anzünden eines Osterfeuers in Zeven im Kreis Rotenburg/ Wümme verletzten sich zwei Feuerwehrleute schwer.

Bildtext:

Ostersmog: Die Osnabrücker Katharinenkirche ist am helllichten Tag kaum zu erkennen. In weiten Teilen des Nordwestens führten die vielen Osterfeuer in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit zu einer dichten Dunstglocke.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
ao/ew/dpa


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