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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zufahrt zum Osterfeuer verboten
Zwischenüberschrift:
Wie eine plötzliche Brückensperrung ein Voxtruper Traditionsfest gefährdet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn in Voxtrup die katholische Jugend zum traditionellen Osterfeuer bittet und die Witterung mitspielt, sind gut und gern 600 Leute auf den Beinen. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, Bratwürstchen und kühle Getränke finden reißenden Absatz. Doch dieses Mal droht trotz des tollen Osterwetters ein deutlicher Rückgang der Besucherzahlen. Schuld ist ein Schildbürgerstreich.
Wie in jedem Jahr haben die freiwilligen Helfer das Osterfeuer auf einer Ackerfläche in der Bauerschaft Hickingen aufgeschichtet. Das Feld gehört zum Hof der alteingesessenen Voxtruper Familie Große Schawe, die es der katholischen Jugend seit Jahr und Tag für den alten Osterbrauch zur Verfügung gestellt.
Der Weg zum Osterfeuer führt von Voxtrup aus über die Brücke, die im Verlauf der Straße " Bauerschaft Hickingen" über die Autobahn 30 führt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Brücke ist gesperrt. Ausgerechnet am letzten Arbeitstag vor den Ostertagen kamen Bauarbeiter und rissen die Asphaltdecke teilweise auf. Für Autos ist kein Durchkommen mehr.
Was Maria Große Schawe besonders ärgert: Als Anlieger seien sie im Vorfeld nicht über die anstehenden Asphaltierungsarbeiten und die damit verbundene Sperrung der Brücke informiert worden. Als am Mittwochabend aus heiterem Himmel ein Bautrupp anrückte und sich anschickte, die Brücke abzusperren, suchte sie das Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass die Männer bis dahin nichts von dem behördlich genehmigten Osterfeuer gewusst hatten. Sie sahen aber sofort ein, dass die Absperrung zu diesem Zeitpunkt wenig sinnvoll wäre, und zogen unverrichteter Dinge wieder ab.
Doch ein zweiter Bauarbeiter-Trupp, der tags darauf auftauchte, ließ sich nicht erweichen. " Wir haben mit Engelszungen geredet", erinnert sich Maria Große Schawe. Doch der Vorarbeiter habe darauf bestanden, dass er und sein Team den Auftrag hätten, noch am Gründonnerstag mit der Entfernung der alten Asphaltdecke zu beginnen. Von dem anderen Bautrupp, der am Vortag noch so verständnisvoll gewesen war, wisse er nichts. Er müsse seine Arbeit machen und damit basta.
Maria Große Schawe und den über 30 Freiwilligen, die das Osterfeuer vorbereiten und betreuen, bleibt jetzt nur noch, allen Gästen, die mit dem Pkw kommen wollen, die Holsten-Mündruper Straße als Ausweichroute zu empfehlen.
Allerdings macht sich die Landfrau Sorgen, dass sich gerade ältere Besucher durch die unerwartete Sperrung der Brücke von einem Besuch des Osterfeuers abhalten lassen könnten. Und das wäre nicht nur schade, weil die Traditionsveranstaltung dem Zusammenhalt im Stadtteil dient und sogar Gäste aus Nahne und Harderberg anzieht. Der katholischen Jugend drohen auch finanzielle Einbußen. " Hier liegen 900 Bratwürstchen", sagt Maria Große Schawe und schüttelt mit dem Kopf .

Bildtext:

Halt, stopp! Besucher des Osterfeuers in der Bauerschaft Hickingen werden auf der gewohnten Route nicht weit kommen: Am Donnerstag wurde die Brücke über die A 30 abgesperrt und die Asphaltdecke teilweise entfernt.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
ack


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