User Online: 1 | Timeout: 05:55Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gegenwind auch aus Wallenhorst
Zwischenüberschrift:
Gemeinschaftliche Erklärung: Ratsfraktionen gegen Piesberg-Projekt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
kri Osnabrück/ Wallenhorst. Große Ereignisse werfen ja bekanntlich ihre Schatten voraus. So ist es auch bei den geplanten Windrädern am Piesberg. Der Schattenwurf hat die Gegner schon mobilisiert, bevor die neuen Anlagen überhaupt in Betrieb genommen werden. Die Fraktionen der Gemeinde Wallenhorst haben sich gegen den Bau der großen Windenergieanlagen ausgesprochen und ihre Bedenken in einer Erklärung zusammengefasst.
Appell: Die Erklärung zum geplanten Bau der Windkraftanlagen auf dem Piesberg unterstützen alle im Rat der Gemeinde vertretenen Fraktionen. In dem Brief, der an die Stadt Osnabrück und die Stadtwerke gesendet wurde, fordern die Wallenhorster Politiker die Belange der Menschen, die im Einzugsbereich der Windräder leben, zu berücksichtigen, nachteilige Folgen für Flora und Fauna verantwortbar abzuwägen und die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens den Belangen von Mensch und Umwelt unterzuordnen. Weiter heißt es: " Grundsätzlich begrüßen und fördern die Fraktionen die Nutzung regenerativer Energien."
Dennoch müsse die Stadt Osnabrück vor der Verwirklichung des Projektes prüfen, ob es angemessenere Alternativen gebe. In diesem Zusammenhang wird der Bau von Windturbinen, Vertikalachsen oder der Bau kleinerer Windenergieanlagen genannt.
Hintergrund: Vier Windräder mit einer Leistung von jeweils 500 Kilowatt sind auf der Felsrippe des Piesbergs bislang installiert. Sie werden von den Stadtwerken Osnabrück betrieben und sollen im Zuge eines " Repowering-Projektes" nun durch drei größere Anlagen ersetzt werden, die jeweils eine Leistung von 1500 Kilowatt erbringen. Entsprechend größer sollen die Anlagen ausfallen: Die Masthöhen liegen zwischen 108 und 138 Metern. Die Gesamthöhe zwischen 138 und 179 Metern. Dementsprechend groß ist auch der Durchmesser der Rotorblätter mit bis zu 82 Metern. Die geplanten Windenergieanlagen sind damit fast doppelt so hoch wie die jetzigen Räder, die zwischen 44 und 50 Meter messen.
Bedenken: Stichworte wie Schattenwurf, Discoeffekt, Lärmbelästigung und Eiswurf treiben Bürgern Sorgenfalten auf die Stirn. Auch eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wird befürchtet: " Dazu kommt, dass der Piesberg seine Funktion als Erholungsgebiet einbüßen könnte", erklärt SPD-Fraktionschef Guido Pott, der noch einmal betonte, dass die Sozialdemokraten nicht generell gegen die Nutzung regenerativer Energien seien. " Große Teile der Bevölkerung im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen werden betroffen und beeinträchtigt sein", sagte Hubert Bartke, CDU-Fraktionsvorsitzender.Bartke erklärte, dass die CDU/ FDP-Gruppe Initiator der Erklärung gewesen sei und den Text entwickelt habe. Angelehnt sei die Erklärung inhaltlich an die offizielle Stellungnahme der Gemeindeverwaltung Wallenhorst an Osnabrück.
Stand der Dinge: Bis Ende März hatten Bürger die Möglichkeit, die Unterlagen für den Bebauungsplan Nr. 517 " Piesberg" einzusehen. Vor der Sommerpause könnten die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung in den Rat der Stadt Osnabrück eingebracht werden.

Bildtext:

Aus vier mach drei? Zurzeit gibt es vier Windräder auf dem Piesberg. Doch die Stadtwerke Osnabrück wollen diese durch drei leistungsstärkere und größere Modelle ersetzen. Dies stößt auf Gegenwind bei der Bürgerschaft, die Angst vor Beeinträchtigungen hat.

Foto: Archiv/ Michael Hehmann


Anfang der Liste Ende der Liste