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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rehe fressen Blumen von den Gräbern
Zwischenüberschrift:
Dodesheide: Tiere schlüpfen durch offene Tore
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw Osnabrück. Es ist jedes Jahr das gleiche ärgerliche Spiel: Zum Ende des Winters finden Rehe nicht genügend Nahrung und plündern die frisch gesetzten Blumen auf den Gräbern des Waldfriedhofs Dodesheide. Die Rechnung zahlen diejenigen, die die Blumen neu einpflanzen müssen.
Ingrid Glüsenkamp ärgert sich. Beim Gang über den von der Frühlingssonne beschienenen Waldfriedhof deutet die 73-Jährige auf einige Grabstellen, auf denen Blumen herausgerissen und angefressen wurden. In jedem Frühjahr bepflanzt sie das Grab ihres Mannes neu. In jedem Frühjahr kommen Rehe und Hasen und fressen es ab.
Die 73-jährige Ruth Schnuck ist gleich doppelt betroffen. Sie pflegt das Grab ihres Mannes und ihrer Eltern, die beide auf dem Waldfriedhof Dodesheide begraben sind. Etwa 25 bis 30 Euro musste sie in eine neue Bepflanzung investieren. Bei Ingrid Glüsenkamp steht die Rechnung noch aus, da sie die Grabstellen vom Gärtner bearbeiten ließ.
Ingrid Glüsenkamp hat sich an das Friedhofsamt bei der Stadt gemeldet. Dort konnte ihr aber nicht weitergeholfen werden. Ruth Schnuck weiß nicht, was die Stadt tun könnte. Sie erhofft sich ein paar Tipps, welche Pflanzen gesteckt werden sollen, die Tiere von den Gräbern abhalten. Sie hat es schon mit " Hasen-Schreck" versucht. Genützt hat es nichts. " Die ganze Sache ist ärgerlich", sagt sie und fügt schulterzuckend an: " Aber das ist die Natur."
Einen Tipp für eine Bepflanzung, die Tiere abschreckt, hat Eva Güse, Abteilungsleiterin beim Eigenbetrieb Grünflächen und Friedhöfe der Stadt Osnabrück, nicht. Das Problem ist aber bekannt. Eva Güse sagt, dass die Zäune täglich kontrolliert und Löcher umgehend geflickt würden.
" Die neuralgischen Punkte sind die Tore", sagt Eva Güse. Viele Radfahrer nutzen den Friedhof als Radweg, was nicht gestattet ist, und lassen die Tore offen stehen. Dies ist eine Einladung für Rehe. " Sonst würden die nicht auf den Friedhof gehen", sagt sie und appelliert an die Bürger, die Tore zu schließen. Die Folgen für diese Unachtsamkeit zahlen diejenigen, die die Gräber auf dem Waldfriedhof immer wieder neu bepflanzen müssen.

Bildtext:

Viele Gräber auf dem Waldfriedhof Dodesheide nutzen Rehe als Nahrungsquelle. Sehr zum Ärger von Ingrid Glüsenkamp, die das Grab ihres Mannes versorgt.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tw


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