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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie gefährlich ist Trinkwasser?
Zwischenüberschrift:
Fachleute tagen in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Macht das Trinkwasser uns krank? Bei der 18. Fachtagung Umweltverträgliches Wirtschaften im Steigenberger RemarqueHotel ging es unter dem Titel " Quo vadis, Trinkwasser?" um die Qualität des Leitungswassers und mögliche Schadstoffe darin.
Tatsächlich kommen krank machende Viren im Trinkwasser vor. So war vor einigen Jahren eine Magen-Darm-Infektion bei der Bevölkerung einer kleinen deutschen Gemeinde auf Novoviren aus dem Wasserhahn zurückzuführen. Ähnliche Vorfälle gibt es lokal begrenzt weltweit immer mal wieder.
Das bedeutet nicht, dass bei jeder grassierenden Viruserkrankung das Trinkwasser als Quelle des Krankheitserregers in Verdacht steht, erklärt Peter Tenhaken vom Gesundheitsdienst des Landkreises und der Stadt Osnabrück. Das machten die Vorträge deutlich. " Wenn aus dem Wasserwerk Düstrup Trinkwasser mit Viren käme, dürften nur Leute im Südostteil Osnabrücks krank werden", erklärt Tenhaken das an einem hypothetischen Beispiel. Wenn die Viruserkrankung sich flächenmäßig über die ganze Stadt verteile, sei das ausgeschlossen. Schließlich gibt es in Osnabrück drei Wasserwerke.
Gegen Antibiotika resistente Krankheitserreger konnten bisher nicht im Trinkwasser nachgewiesen werden. Der Frage ging Dr. Wolfgang Kohnen von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz nach: " Im Abwassersystem und im Oberflächenwasser haben wir sie durchaus schon entdeckt." Trinkwasser haben die Erreger bisher nicht erreicht. Möglich wäre das, warnt Kohnen. Um dem vorzubeugen, müssten Krankenhäuser mehr auf Hygiene achten, erklärt er und verweist auf Berichte aus dem vergangenen Jahr, in denen es um antibiotikaresistente Bakterien in Kliniken ging. Außerdem sollten Ärzte Antibiotika gezielter verschreiben.
Für Joachim Nolte von den Stadtwerken besteht dennoch kein Grund zur Besorgnis. Trinkwasser sei das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland, sagt er. Die fortgeschrittene Technologie ermögliche es aber, immer mehr Stoffe nachzuweisen. An die 70 Grenzwerte müssten heutzutage berücksichtigt werden.
140 Fachleute aus ganz Deutschland waren dieses Mal bei der von den Stadtwerken und dem Centrum für Umwelt und Technologie (CUT) ins Leben gerufenen Tagung. Jedes Jahr tauschen sich Experten auf der Tagung über aktuelle Themen aus.
Autor:
rei


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