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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie im Bau einer Tierfamilie
Zwischenüberschrift:
Den Besuchern des unterirdischen Zoos bieten sich ganz neue Perspektiven
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Osnabrücker Zoo ist jetzt einzigartig: In den vergangenen anderthalb Jahren ist am Schölerberg ein unterirdischer Zoo entstanden, der am 25. März mit vielen Ehrengästen und Bürgermeister Boris Pistorius feierlich eröffnet wird. Das Besondere: Im Stollenlabyrinth erleben die Besucher die Tiere in naturidentischen Höhlen und Nestern nur durch eine Glasscheibe getrennt, als wären sie direkt im Bau der Tierfamilie.
hedi Osnabrück. Mit dem Projekt wurde erstmals in Deutschland eine Verbindung zwischen einem Zoo und einem Museum geschaffen. Die Kampagne " Deutschland Land der Ideen" zeichnete den unterirdischen Zoo bereits als " eine der besten Ideen Deutschlands" aus.
Jetzt können Besucher unterirdisch vom Zoo in die Bodenausstellung " Unterwelten" des Museums gelangen und umgekehrt. " So wachsen zwei Einrichtungen zusammen. Wir saugen wechselseitig Honig", schwärmt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Die Mauer, die das Zooareal vom Naturkundemuseum bisher getrennt hat, ist auch gedanklich eingerissen worden: Das Museumsteam um Norbert Niedernostheide, Leiter des Umweltbildungszentrums, entwarf die didaktischen Elemente für den Zoo.
Die Idee zum unterirdischen Zoo entstand 2004. Busemann hatte ermittelt, dass 50 Prozent der Tiergartenbesucher, das seien überwiegend Familien, aus der weiteren Umgebung anreisen. " Familien stellen sich nicht zweimal an der Kasse an", so Busemanns Eindruck. Also entwickelte er das Konzept, beide Einrichtungen durch einen unterirdischen Zoo zu verbinden, und damit die Zoobesucher ohne zusätzliches Ticket in das Museum zu entführen. Für die Umsetzung hat Projektleiter Busemann Experten wie den didaktischen Leiter Niedernostheide, Chefgestalter Detlef Gehrs von der Stadt und Revierleiter Oliver Schüler um sich versammelt.
Diese Erweiterung " wird uns als Zoo weiterbringen", sagt Busemann. Insgesamt 70 unterirdisch lebende Tiere könnten dem Besucher direkt vor der Nase herumkriechen, Präriehunde, Mäuse, Ratten, Hamster oder Nacktmulle. Dazu gesellen sich Regenwürmer, Grillen und Erdhummeln. Durch Infoterminals, Hörstationen, ein Drei-Seiten-Kino, ein Hologramm oder einen Maulwurfsfilm lernt man die kleinen Lebewesen noch näher kennen. " Die multimediale Art der Wissensvermittlung erinnert an ein Science-Center", meint Busemann. Die Kombination aus Tierpräsentation, Multimedia und Gestaltung schaffe eine unvergleichliche Erlebniswelt unter Tage. Wo sonst könnten Menschen so unkompliziert auf Tiere in deren Lebenswelt treffen. " Die Tiere sind hier eben nicht in Terrarien untergebracht."
Wenn der Geschäftsführer durch die Stollen spaziert, fühlt er sich wie in einer Kulisse zum Film " Indiana Jones". Rostige Stützbalken, auf antik getrimmte Grubenlampen, ein Abwasserkanal und eine Kellerruine mit Ausgrabungsrelikten oder extra aus der Decke ragende Baumwurzeln die Ausstattung ist wirklich filmreif. Busemann: " Wir haben quasi ein Drehbuch für eine spannende Inszenierung geschrieben."

Bildtext: Ausgetüfteltes Stollenlabyrinth: Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann (links) und Revierleiter Oliver Schüler vor dem Eingang zu einer Höhle des neuen unterirdischen Zoos, der Tiere in naturidentisch gestalteten Gängen präsentieren wird (rechtes Bild). Fotos: Heike Dierks, Michael Hehmann (2)
Autor:
hedi


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