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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Karbonfasern statt Panzerstahl
Zwischenüberschrift:
Erster Mieter in der Belfast-Kaserne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Ich bin die Speerspitze!" Ganz unrecht hat Nicolas Meyer nicht. Mit seiner Firma Onyx Composites ist der Jungunternehmer der Erste, der ein Gebäude auf dem Gelände der Belfast Barracks an der Sedanstraße hat.
Eingezogen ist der just an der Fachhochschule Osnabrück diplomierte Maschinenbauingenieur für integrierte Produktentwicklung in ein rot geklinkertes Gebäude mit der Nummer 33.
In der Halle, in der die britische Armee bis vor Kurzem noch Panzer aus schwerem Stahl wartete, hat jetzt der Leichtbau Einzug gehalten. Denn das ist die Geschäftsidee des 32-Jährigen: Konstruktion, Fertigung, Beratung, Forschung, Entwicklung und Schulung von Faserverbundwerkstoffen.
Für zunächst drei Jahre hat der Firmenchef das Gebäude gemietet. In der Zeit möchte er die Basis für ein dauerhaftes Wachstum des jungen Unternehmens legen. Bis dahin liegt viel Arbeit vor ihm. Denn parallel zur Aufbauarbeit an seiner eigenen Existenz ist er an der Fachhochschule bei seinem Lehrmeister Prof. Dr.-Ing. Thomas Derhake als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Der Zeitpunkt, jetzt ein Unternehmen zu gründen, sei eher von Vorteil, so Meyer. Denn in schlechten Zeiten böten sich gerade kleinen Unternehmen gute Chancen: " Große Unternehmen haben schnell einen Wasserkopf." Die Geschäftsidee habe Zukunft, ist sich Meyer sicher: In vielen Unternehmen setzten die Chefs derzeit noch auf Stahl als Werkstoff: " Da gibt es aber einen Generationswechsel."
Die Idee der Konstruktion und Fertigung von Faserverbundstoffen überzeugte offensichtlich auch die NBank in Hannover, die den Gründer im ersten Jahr mit 18 000 Euro Fördermitteln unterstützt. Mit auf den Weg gebracht haben den Jungunternehmer darüber hinaus die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO), das Gründerhaus und die Stadt Osnabrück.
Zunächst hätten " extrem viele Fragen im Raum gestanden", erinnert sich Meyer an die ersten Gespräche vor fast einem Jahr: " Da war noch nicht klar, was passiert." Schließlich habe es aber geklappt, so Meyer: " Ich war hartnäckig."
Mit dem ersten Schritt in Richtung Selbstständigkeit habe er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt, erzählt der Geschäftsmann. Ein Angestelltenverhältnis sei für ihn auf lange Sicht nie infrage gekommen.
Die Halle 33, halb Büro, halb Halle, in der demnächst ein Labor untergebracht werden solle, sei der ideale Standort für sein Unternehmen, so Meyer. Auch wenn es nicht immer ganz einfach sei. Zum Beispiel wisse die Post nicht, dass es in der Kaserne jetzt eine Firma gebe. Und außerdem müsse das Haupttor stets geschlossen sein: " Wenn es dann klingelt, muss ich jedes Mal 500 Meter laufen."

Bildtext: Leichtgewicht: Nicolas Meyer präsentiert stolz ein von seiner Firma entwickeltes rund zwei Meter langes, nur 800 Gramm leichtes, aus karbonfaserverstärktem Kunststoff gefertigtes Bauteil für einen italienischen Sportwagen. Foto: Elvira Parton
Autor:
slx


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