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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Aktivität im Alter ist mehr als der Seniorenkaffee
Zwischenüberschrift:
Bundespolitiker gab Startschuss für neues Projekt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die meisten Menschen im Ruhestand wollen sich nicht zur Ruhe setzen. Sie wollen aktiv sein, wie gestern der CDU-Bundespolitiker und Sozialexperte Hermann Kues bei einem Empfang im Rathaus verdeutlichte. Die Gesellschaft müsse ihnen aber aufzeigen, wie sie sich betätigen und engagieren könnten.
Es gibt auch wenig reizvolle Angebote, wie der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie und Senioren an einem Beispiel erklärte. So würde der Schauspieler Götz George trotz seiner 70 Jahre allen, die ihn zum Seniorenkaffee einlüden, einen Vogel zeigen. " Da muss was anderes kommen", meinte Kues.
Der Anlass seines Besuchs war das Programm " Aktiv im Alter" des Bundesministeriums, an dem Osnabrück als eine von 50 Kommunen teilnimmt. Aus diesem Modellprojekt erhält die Stadt 10 000 Euro, um ältere Bürger für soziales Engagement vor Ort zu gewinnen. Die Stadt hatte nun bereits aktive Mitglieder von Vereinen und Foren zum Gedankenaustausch mit dem Politiker in den Friedenssaal eingeladen.
Eine Studie habe ergeben, dass 38 Prozent der Älteren sich bereits engagierten. Ein weiteres Drittel würde sich gern einsetzen, wisse nur nicht, wie, erläuterte Kues vor gut 40 Gästen. Jeder vierte Osnabrücker sei über 60 Jahre alt, sagte Burkhard Jasper. " Die Senioren sind sehr wichtig für unsere Stadt. Wir brauchen sie nicht nur im Lehnstuhl", betonte der Bürgermeister und dankte den Versammelten für bisher Geleistetes. Ältere Menschen würden mit ihrer Erfahrung auch der Jugend nutzen.
Die Senioren hatten viele Anregungen dabei. " Altersgerechtes Wohnen muss bezahlbar sein. Viele Senioren wohnen in höheren Etagen. Die Gebäude müssen umgebaut werden, mit weniger Stufen und breiteren Türen. Das sind oft Kleinigkeiten, an die beim Neubau aber gedacht werden muss", meinte etwa Dieter Möllmann vom Seniorenbeirat. Viele hatten ihre Ideen zu Wohnprojekten, Nahverkehr oder Nachbarschaftshilfe auf vorbereitete Karten notiert, warfen diese in eine Sammelbox und nutzten anschließend die Gelegenheit zum Gespräch mit Politiker Kues.
Die Stadt wird die Antworten auswerten. Sie hatte mit den Wunschkarten auch Fragebogen verteilt. " Wir erhoffen uns Antworten darauf, wie die älteren Bürger aktiv werden und in Osnabrück leben möchten", erklärte Patricia Mersinger, Leiterin des Referats für Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung.
Die Aktionsteilnehmer werden im Juni zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der erste Ergebnisse präsentiert und neue Netzwerke gebildet werden sollen. Die Stadt sieht sich als Schnittstelle für neue Projekte. Ältere sollen mehr Möglichkeiten haben, sich zu treffen, als nur beim Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen, formulierte Mersinger das Ziel. Osnabrück sei auf einem guten Weg, machte Kues Mut.

Bildtext: Aktiv im Alter: So heißt das bundesweite Projekt, an dem sich auch Osnabrück beteiligt. Zum Auftakt kam der Sozialexperte Hermann Kues (Zweiter von links) ins Rathaus. Foto: Elvira Parton
Autor:
hedi


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