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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alle Hausbesitzer müssen Abwasserrohre prüfen
Zwischenüberschrift:
Stadt setzt Brüsseler Vorgabe um – Frist bis 2015
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Hausbesitzer, Stadtwerke und Stadt stehen vor einer Riesenaufgabe: Bis Ende 2015 müssen alle Abwasserrohre durchleuchtet und auf ihre Dichtigkeit überprüft sein. Den 70 000 Eigentümern in der Stadt stehen im schlimmsten Fall Kosten in vierstelliger Höhe ins Haus.
Die Europäische Union schreibt die Kanaluntersuchungen zum Schutz des Grundwassers vor. Nach Expertenschätzungen sind mindestens 40 Prozent der Rohre so löchrig, dass Schmutzwasser ins Erdreich sickern und Trinkwasserreserven gefährden kann. Beiälteren Gebäuden, die vor 1965 gebaut wurden, schätzt Stadtbaurat Wolfgang Griesert die Schadensquote auf 70 bis 80 Prozent. Zur Kontrolle werden Kamerawagen ferngesteuert durch die Leitungen geschickt.
Die Pflicht zur Rohruntersuchung trifft die öffentliche Hand und Privatleute gleichermaßen. Die Stadtwerke beginnen jetzt damit, ein auf 20 Jahre angelegtes Programm abzuarbeiten. Sie fangen mit den Untersuchungen in Voxtrup an, wo es ausgedehnte Wasserschutzgebiete gibt. Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am sogenannten Revisionsschacht auf einem Privatgrundstück. Für das Rohr vom Revisionsschacht bis zum Haus ist der Hauseigentümer zuständig. Er muss eine anerkannte Fachfirma mit der Dichtigkeitsprüfung beauftragen. Die Stadtwerke bieten ihre Hilfe und Beratung an. Die Kosten der Prüfung sind nach Angaben der Verwaltung schwer zu kalkulieren, sie dürften sich im dreistelligen Bereich bewegen. Erheblich teurer wird es, wenn Schäden an den Leitungen festgestellt werden.
Die EU-Norm sagt nichts dazu, wie die Hausbesitzer die Dichtigkeit der Rohre nachweisen sollen. Die Stadt will eine klare Linie ziehen: " Der Prüfnachweis ist der Stadt unverzüglich vorzulegen." So soll es in der neuen Satzung für die Abwasserbeseitigung stehen, die der Rat in der übernächsten Woche abschließend berät. Es zeichnet sich eine Mehrheit für die Nachweispflicht ab.
SPD und Grüne machten sich in der Sitzung des Stadtentwicklungssauschusses für den obligatorischen Nachweis stark. Ohne diesen Zwang wäre die ganze Sache sinnlos, sagte Ulrich Hus (SPD). Volker Bajus (Grüne) wies darauf hin, dass die Stadtwerke in den nächsten 20 Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag aufwenden werden, um die Rohre auf öffentlichem Grund zu kontrollieren. " Welchen Sinn macht das, wenn die Privaten nur halbherzig kontrolliert werden?", fragte Bajus. Auch Wulf-Siegmar Mierke (UWG) sprach sich für die Nachweispflicht aus: " Wer A sagt, muss auch B sagen. Wir machen es letztlich für die Bürger und die Sauberhaltung unseres Trinkwassers." Der Leiter des Rechtsamtes, Gerd Kuhl, leistete Beistand: " Wenn ich weiß, dass mindestens 40 Prozent der Kanäle schadhaft sind, muss ich konsequent sein und einen Nachweis fordern."
Die CDU äußerte ihre Skepsis und plädierte wie auch Stadtbaurat Griesert für eine moderate Lösung. Eine Bescheinigung solle " auf Verlangen" vorgelegt werden, so Griesert.
Autor:
hin


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