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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neues Leben in altem Gemäuer
Zwischenüberschrift:
Stadt übergibt Brecherwerk offiziell an Dampflokfreunde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Osnabrücker Dampflokfreunde haben jetzt die alte Brecheranlage am Piesberg von der Stadt übernommen. Damit wird die 1928 in Stahlfachwerkbauweise errichtete Industrieanlage langfristig genutzt werden können.
" Das war eine sehr gute Idee, die allerdings kompliziert umzusetzen war", freut sich der Ratsvorsitzende Josef Thöle. Denn ursprünglich hatte die Cemex, das Nachfolgeunternehmen der Piesberger Steinindustrie, die Verpflichtung der ersten Steinbruchunternehmen übernommen, nach dem Ende des Betriebs im Jahr 2003 den alten Zustand wiederherzustellen: Die Zerkleinerungs- und Sortieranlage hätte also abgerissen werden müssen.
Der Abriss und die Renaturierung wären für das Unternehmen teuer geworden, dazu kommt, dass die Anlage am Süberweg mittlerweile Baudenkmal ist. Stattdessen bringt die Cemex nachVerhandlungen mit Stadt und Landkreis nun 200 000 Euro in einen Fonds ein, der zur Renovierung des Gebäudes dienen soll. Das Gelände um die Anlage herum hat die Stadt bereits gekauft. " Es ist schön, dass wir das gemeinsam auf die Reihe gebracht haben", meint Oberbürgermeister Boris Pistorius. " So können wir das Gebäude nicht nur retten, sondern auch einer langfristigen und schönen Nutzung zuführen."
Die Nutzer der Brecheranlage sind ab jetzt offiziell die Osnabrücker Dampflokfreunde, die das Gebäude in Erbpacht von der Stadt übernommen haben und auch schon mit Renovierungsarbeiten in Vorleistung gegangen sind. Unter der Regie der Dampflokfreunde und in enger Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Piesberg sowie den Denkmalschützern der Stadt sollen die Restaurierungsarbeiten in den nächsten zwei Jahren erfolgen.
" Das Areal bedeutet für unseren Verein eine gesicherte Zukunft. Ich bin überzeugt, dass wir hier für den Landschaftspark einen guten Beitrag leisten können", so Albert Merseburger, der Vorsitzende der Dampflokfreunde. Der Verein will in der Brecheranlage seine Eisenbahnfahrzeuge unterstellen. Der Fahrzeugpark ist auf über 60 Waggons und Loks angewachsen. Daher sollen auch wieder wie früher vier Gleise unten in die Brecheranlage führen. Momentan existiert nur noch eine Spur. Außerdem soll die geräumige Halle als Kultur- und Veranstaltungsraum dienen. Auch beabsichtigen die Dampflokfreunde, hier den Ausbau ihres Präsentationsgeländes voranzutreiben. Außerdem könnte ein Museum für Feldspurige Industriebahnen zustande kommen. Um ihre Schienenfahrzeuge auch entsprechend in Schuss halten zu können, wollen die Dampflokfreunde außerdem noch ein selbst finanziertes Werkstattgebäude errichten.
" Für den Piesberg ist das ein wesentlicher Mosaikstein auf dem Weg zum Kultur- und Landschaftspark Piesberg, den wir nun mit den anderen Mosaiksteinen wie dem Piesberger Gesellschaftshaus, dem Museum für Industriekultur und dem kommenden Südstieg verbinden wollen, um dieses Gebiet für die Osnabrücker attraktiver zu machen", erklärt Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Umwelt bei der Stadt.

Bildtext: Neue Gleise werden in die alte Brecheranlage eingebaut. Dieses Archivfoto entstand in der frühen Bauphase. Foto: Gert Westdörp

Schlüsselübergabe in der alten Steinbrecheranlage (v. l.): Josef Thöle, Boris Pistorius, Albert Merseburger, Detlef Gerdts, Helmut Klawikowski (Dampflokfreunde). Foto: Klaus Lindemann
Autor:
klu


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