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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eltern fühlen sich ausgebootet
Zwischenüberschrift:
Weiter hitzige Debatte über Gesamtschule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach dem knappen Ratsbeschluss für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Eversburg geht die Debatte auf politischer Bühne weiter. Im Schul- und Sportausschuss beanstandeten Vertreter des Stadtelternrates, dass sie an der Entscheidung nicht beteiligt worden seien, obwohl das gesetzlich vorgesehen sei.
jan Osnabrück. Massive Kritik am Verfahren gab es Mittwochabend auch von anderen Ausschussmitgliedern. Sie beklagten unter anderem, dass sie vor der Beschlussfassung im Rat das Thema nicht erörtern und eine Empfehlung aussprechen konnten.
Nach einer überraschenden Kehrtwende hatte der Stadtrat am 10. Februar den Aufbau einer fünf- bis sechszügigen IGS in Eversburg und die mittelfristige Auflösung der Käthe-Kollwitz-Schule am Schölerberg beschlossen. SPD, Grüne, UWG und Linkspartei hatten für den Sechs-Punkte-Vorschlag der Verwaltung gestimmt, CDU und FDP dagegen.
Der fachlich zuständige Schul- und Sportausschuss, dem auch stimmberechtigte Eltern, Lehrer und Schüler angehören, wurde jetzt lediglich über den Beschluss informiert. " Wir sind ausgebootet worden", reagierte Ludger Glosemeyer vom Stadtelternrat zornig. Und Dieter Schwarze als hinzugewähltes Mitglied nannte das ganze Vorgehen " einfach nur enttäuschend".
Nach der Sitzung machte auch Petra Knabenschuh, neue Vorsitzende des Stadtelternrates, ihrem Unmut Luft: " Ich verstehe die sinnlose Hast nicht."
Die Kritik entzündete sich im Ausschuss auch an der neuerlichen Elternbefragung, die von der Verwaltung Anfang der Woche auf den Weg gebracht wurde und die nach Ansicht des Stadtelternrates sachliche Mängel enthält und nicht eindeutig genug ist. Brigitte Neumann (CDU), meinte, dass der Ausschuss auch in dieser Angelegenheit hätte beteiligt werden müssen. Nicht rechtzeitig informiert zu werden – " das hat doch System", lautete ihr Vorwurf. Wenn der Ausschuss über die wichtigen Dinge nicht mehr befinden könne, sei er letztlich überflüssig.
Hans-Georg Freund, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule und Sport, versuchte, die Wogen zu glätten. Die Verwaltung wolle möglichst zügig arbeiten, die betroffenen Schulen seien inzwischen ausführlich informiert worden, und die Elternbefragung sei vom Kultusministerium vorgeschrieben. Der Text entspreche dem des ersten Fragebogens vom Oktober 2008.
Wie groß der Bedarf nach einem weiteren Gesamtschulangebot in Osnabrück ist, zeigt eine Zahl, die Hans-Georg Freund im Ausschuss mitteilte. Offenbar wollen rund 400 Eltern aus Osnabrück und dem Umland im Frühjahr ihre Kinder nach der vierten Klasse an der Gesamtschule Schinkel anmelden. Jeder zweite Bewerber würde eine Absage bekommen. Voriges Jahr wurden bei 210 Aufnahmen 105 Kinder abgewiesen, 2007 sogar 175. Diese Entwicklung hatte die Diskussion um eine weitere Gesamtschule angeheizt.
Autor:
jan


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