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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der "verborgenen Spur" fehlen die Besucher
Zwischenüberschrift:
Verwaltung schraubt ihre Erwartungen für die Ausstellung herunter und hofft auf einen starken Endspurt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein gewisses Selbstbewusstsein sprach schon aus den Erwartungen: 50 000 Besucher sollten ihren Weg durch die Ausstellung " Die verborgene Spur" im Kulturgeschichtlichen Museum und im Felix-Nussbaum-Haus finden. Jetzt haben Museumsleitung und Kulturamt die Zahlen nach unten korrigiert und dem Finanzausschuss eröffnet, dass die Einnahmen aus Eintrittsgeldern und demKatalogverkauf um 125 000 Euro niedriger ausfallen als prognostiziert.
" Das ist eine vorsichtige Kalkulation, die die jetzigen Zahlen hochrechnet", sagt die Leiterin des Fachbereichs Kultur, Dagmar von Kathen. Erst 12 000 Besucher haben die Ausstellung bis Mitte Februar gesehen für CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde " ein starkes Stück" und eine " sehr beklagenswerte Situation", wie er im Finanzausschuss sagte. Auch die Schuldigen hat er bereits ausgemacht: Es liegt am Marketing, für das immerhin 180 000 Euro bereitgestellt wurden, so Brickweddes Fazit.
Dabei sei derzeit überregional keine Ausstellung so präsent, wie " Die verborgene Spur", berichten übereinstimmend von Kathen und der Chef der Osnabrücker Marketing- und Tourismus GmbH, Oliver Mix. Doch der positive Effekt von Plakaten auf den Litfaßsäulen der Republik und in Internetportalen bleibt aus. Vor allem die Einzelbesucher " bleiben hinter den Erwartungen zurück", räumt Inge Jaehner, die Leiterin des Felix-Nussbaum-Hauses, ein. Stärkeren Zuspruch verzeichnet sie bei den Gruppen. Hier würden schon die Kapazitätsgrenzen erreicht, weiß Jaehner zu berichten.
Dennoch: Die breite Öffentlichkeit hat die Ausstellung nicht erreicht, wie auch Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski zugeben musste. " Abgeschöpft wurden bis jetzt die Kulturinteressierten, die das Feuilleton lesen", sagte die Dezernentin dem Finanzausschuss. Das schreibt sie der Werbebotschaft zu, die sich " an ein kunstinteressiertes Publikum richtet", wie sie dieser Zeitung sagte. " Das haben wir erreicht, aber auch überschätzt."
Zeit, die Wunden zu lecken, bleibt indes nicht. Noch bis 19. April läuft die Schau, und alle Verantwortlichen hoffen, analog zur " Zeit im Blick"- Ausstellung, auf einen starken Endspurt. Doch will man sich nicht allein auf diesen Zielgeraden-Effekt verlassen, sondern ihn mit gezielten Maßnahmen flankieren.
So erarbeiten Museumsleitung, Kulturverwaltung und OMT gemeinsam Konzepte, um " neue Zielgruppen" zu erschließen, für die es spezifische " Angebote zu generieren" gilt, wie Mix in schönstem Marketing-Jargon berichtet. Rzyski möchte beispielsweise die Ostertage " in den Fokus nehmen" und das Museum als " Ort für Familien" anpreisen, möchte Firmen und Gruppen ansprechen, Besucher in der Mittagspause oder nach Feierabend in die Ausstellung locken. Mit anderen Worten: Zum Ende der Ausstellung baut man auf die Besucher aus Osnabrück und Umgebung.

Bildtext: Einladung zum Geburtstag: So warb das Nussbaum-Haus zur Jubiläumsausstellung. Leider folgten der Aufforderung bisher zu wenig Gäste. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin/dö


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