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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Zertrümmerte Wälle und Türme
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zertrümmerte Wälle und Türme
Von alten Befestigungen der Stadt Osnabrück

In der Reihe der Artikel, in denen wir in Schutt gesunkene Stadtherrlichkeit Osnabrücks noch einmal heraufbeschworen, um aus der Rückschau auf das Verlorene den heiligen Zorn auf die Urheber der Vernichtung und die innere Verpflichtung für die kommende Zeit des Wiederaufbaues stark werden zu lassen, haben wir in kurzen Umrissen Werden und Wachsen der Stadt Osnabrück geschildert. Mit diesem Werden ging die Entstehung und der Ausbau der Befestigungswerke der Stadt Hand in Hand deren wir heute gedenken wollen.
Der älteste Teil der Stadt, die Binnenburg, nahm den Schutz zunächst aus der Lage zwischen Wasserläufen und sumpfigen Niederungen. Hase und Poggenbach spielten dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie das unwegsame Gelände der " Wüste". Bald traten zu diesem natürlichen Schutz Befestigungen durch Wall und Mauer. Die älteste Stadtmauer zog sich etwa über die heutige Herrenteichsstraße, Krahnstraße, Lohstraße und die Binnenburg. Sie wurde auf der offenen Seite durch die Hase ergänzt, auf der umwallten Seite durch das Wasser des Poggenbachs gestützt. Eingeschlossen waren damit Domhof, Domsfreiheiten, Markt und Haselaischaft (wobei der Name Laischaft nicht im heutigen Sinne zu werten ist).
Der Anschluß der Butenburg an den ältesten Stadtkern machte bald eine Erweiterung des Befestigungsringes notwendig. Der Ring verlief jetzt im Zuge des heutigen Wiener, Kärntner und Braunauer Walles bis zur Straße der SA, dem ehemaligen Neuen Graben, der den Abschluß gegen die Neustadt bildete. Am linken Haseufer entstanden gleichzeitig gemauerte Befestigungen, deren Ueberreste vom Herrenteichswall und beim letzten Hotel Dütting (dem früheren Wilhelmstift und Kaiserhof) noch zu erkennen sind.
Nach der Verleihung des Befestigungsprivilegs durch Kaiser Rudolf wurde außerdem die sogenante " Hohe Mauer" am Osthang des Westerberges errichtet. Sie wurde bereits früh wieder abgerissen, doch sind im Gelände der städtischen Krankenhäuser die rundbogigen Blenden noch auf uns überkommen. Die ausgedehnten Sumpfgebiete vor dem Herrenteichstor und im Süden der Stadt machten in dieser Richtung massive Verteidigungsanlagen kaum notwendig. Erst als die Neustadt zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit der Altstadt vereinigt war, wurde auch die Südseite der Gesamtstadt in den massiven Befestigungsring einbezogen, der sich nun weitausholend über Schloßwall und Johannismauer wieder an die Hase anlegte.


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