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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auch Elefanten müssen sich benehmen
Zwischenüberschrift:
Goni musste Mittwoch den Osnabrücker Zoo verlassen – Neue Heimat in Frankreich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer schlägt, der muss gehen. Diese Regel gilt auch in Elefantenkreisen, und somit musste Elefantenkuh Goni den Osnabrücker Zoo verlassen. Mittwoch trat sie die Reise in ihre neue Heimat in Amnéville an. In dem französischen Zoo soll sich die dreizehnjährige Elefantin besser einleben, denn in Osnabrück verhielt sie sich ihren Artgenossen gegenüber sehr aggressiv.
Goni verletzte die stoßzahnlose Sabi letztes Jahr bei einer Auseinandersetzung schwer. Die Spannung zwischen den Dickhäutern nahm immer mehr zu. Deshalb suchten die Zoomitarbeiter für die schwierige Elefantendame ein neues Zuhause.
Gonis zukünftige Herde besteht aus zwei erwachsenen Kühen und einem Bullen, die den jungen Elefanten unter ihre Fittiche nehmen und ihm beibringen sollen, was ein jugendliches Herdenmitglied darf und was nicht.
Dabei lebte sich Goni sehr schnell im Osnabrücker Zoo ein und war der ganze Stolz des früheren Direktors Dr. Wolf Everts. Ganz hingerissen beschrieb er die damals elfjährige Elefantendame als " bildschön". Goni zog im April 2007 aus dem Rostocker Zoo nach Osnabrück und übernahm nach wenigen Tagen die Führung der Elefantenherde. Die optimalen Haltungsbedingungen in Osnabrück waren der Grund für den Umzug. Denn hier war eigentlich der Aufbau einer Zuchtgruppe vorgesehen. Schon bald zeigte Goni jedoch ihren aggressiven Charakter, den nur die alte Elefantenkuh Sikkim zügeln konnte. Sie war das einzige Mitglied der Herde, vor dem Goni Respekt hatte. Nachdem die Elefantendame aber gestorben war, kannte Goni keine Grenzen mehr. Die beiden zehnjährigen Elefanten Tutume und Matibi konnten sich nicht gegen Goni durchsetzen. Auch die ältere Elefantenkuh Sabi hatte ein zu sanftes Wesen, um die Dreizehnjährige in ihre Schranken zu weisen. Und somit musste Goni nach weniger als zwei Jahren den Osnabrücker Zoo wieder verlassen. Die geplante Zucht war also nicht geglückt.
Mit viel Geduld und leichten Beruhigungsmitteln wurde sie dazu gebracht, in eine Transportkiste zu gehen, die dann per Kran auf einen Tieflader verfrachtet wurde. Goni ist bereits wohlbehalten in Amnéville angekommen und muss sich jetzt wieder an eine neue Elefantenherde gewöhnen. Hoffentlich benimmt sie sich dort besser.
Das hofft auch ihr Pate Dr. Jürgen Großmann, der Chef der Georgsmarienhütte und Vorstandsvorsitzender der RWE ist. " Ich habe Verständnis dafür, dass die junge Elefantendame schon in jungen Jahren führen will, aber das Wohl einer ganzen Elefantenfamilie geht vor", erklärt der Manager. Großmann übernahm die Patenschaft für den Dickhäuter, weil er selbst ein Elefantenliebhaber ist. Er hat übrigens eine umfangreiche Krawattensammlung mit Elefantenmotiven.

Bildtext: Dominant und aggressiv verhielt sich Elefantendame Goni (rechts) gegenüber ihren Artgenossen Tutume (Mitte) und Matibi (links). Ohne Respekt übernahm sie von Anfang an die Führung der Herde und zeigte ihnen, wer das Sagen hat. Foto: Jörn Martens

Hinter Gittern wurde Goni in ihrer Transportbox nach Amnéville gebracht. Roy Smith begleitete die Elefantendame.
Autor:
voh


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