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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gentechnik contra Bienen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" 1. Dr. Knut Jahreis lässt in seinem Leserbrief keinerlei Nachdenklichkeit bezüglich der grünen Gentechnik erkennen. Zum Thema Risiken der grünen Gentechnik möchte ich auf den ökologischen Ärztebrief Zehn Fragen zur Gentechnik in der Landwirtschaft und Ernährung verweisen. Er wurde herausgegeben vom ökologischen Ärztebund e. V. Deutschland, Frielinger Straße 31, 28215 Bremen (www.oekologischer-aerzte- bund.de). Hier werden zumindest mit wissenschaftlichem Hintergrund noch nicht beantwortete Fragen zur Agrogentechnik behandelt. Hierbei wird auch die Einseitigkeit der Risikoforschung deutlich.
2. Zu den gesellschaftlichen Risiken der grünen Gentechnik gehören auch die sich ergebenden Abhängigkeiten durch Patentierungen und Lizenzgebühren. Einige wenige Konzerne bestimmen die sehr eingeengten Saatgutsorten, den Einsatz von Spritzmitteln bis hin zur Ernährung auf dieser Welt. Die grüne Gentechnik verstärkt die industrialisierte Landwirtschaft mit der Folge einer weiteren Artenverarmung. Die grüne Gentechnik löst das Hungerproblem der Welt nicht, sie vergrößert das Problem. Der Weltagrarbericht sieht den Lösungsansatz in der Stärkung bäuerlicher Strukturen weltweit. [. . .]
3. Als langjähriger Imker kenne ich die Anforderungen an unseren Honig. Mit welcher Begründung sollen Imker oder Biolandwirte Untersuchungskosten auf Gentechnikfreiheit bezahlen? Kostenverursacher sind die Gentechnikanwender! Die Folgen der grünen Gentechnik sind bezüglich der Bestäubung durch die Honigbiene von viel größerem Belang. Bienen sammeln auch Maispollen. Bis zu fünf Prozent des Pollenanteils im Honig stammt von Maispflanzen. Gemäß einem Gerichtsurteil vom 30. Mai 2008 darf Honig mit Pollen vom Genmais MON810 nicht zum Verzehr verkauft werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es zeigt aber, welche Entwicklungen zu erwarten sind. Wegen der Haftungsfragen werden Bienenvölker von den Landwirten nicht mehr geduldet. Bienen halten sich nicht an 150 Meter oder 300 Meter Abstandsentfernungen, wie sie das Gentechnikgesetz vorsieht. Es ist absehbar, dass es eines Tages wegen der grünen Gentechnik kaum noch Bienen geben wird."
Autor:
Horst Heemann


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