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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hier wird reichlich Energie verschwendet
Zwischenüberschrift:
Wie die fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket das Justizzentrum aufpeppen sollen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn die Präsidenten des Landgerichts und Amtsgerichts Osnabrück, Antonius Fahnemann und Gerfried Große Extermöring, in diesen Tagen durch die Amtsstuben marschieren, werden sie stets mit einem Lächeln empfangen wenn sie über den bevorstehenden Umbau des Justizzentrums berichten. Fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II machen es möglich.
" Wir sind wirklich heilfroh, dass die Leidenszeit ein Ende hat", sagen die beiden Präsidenten und haben dabei insbesondere das zehnstöckige Hochhaus am Kollegienwall im Blick, in das der Großteil der fünf Millionen Euro investiert werden soll. Fahnemann und Große Extermöring gehen derzeit von rund 3, 6 Millionen Euro aus. Auf die restlichen 1, 4 Millionen kommen wir später noch.
Bleiben wir erst beim Hochhaus. Stimmen, wonach dieser schäbige und marode Plattenbau eigentlich gesprengt werden müsste, wollen die Gerichtspräsidenten nicht kommentieren. " Mit den Finanzmitteln kann aber eine ganze Menge gemacht werden." Und es wird höchste Zeit, womit wir wieder bei den eingangs erwähnten lächelnden Mitarbeitern des Amts- und Landgerichts sowie des Arbeitsgerichts sind, die seit Jahren im Hochhaus treu und brav ihren Dienst ableisten schon morgens bei " bulligen" Temperaturen in den Sommermonaten, weil die Wärmedämmung dem Stand der Achtzigerjahre oder früher entspricht, und die Jalousien meistens gar nicht mehr funktionieren. Ersatzteile gibt es für den Sonnenschutz schon lange nicht mehr. Die Fenster des Gebäudes stammen aus den Sechzigerjahren und sind " bauphysikalisch nicht mehr vertretbar", was noch milde ausgedrückt ist. Die Auskühlung der Räume in den Wintermonaten müssen wir nicht mehr näher ausführen. Diese Mixtur an Problemen führt natürlich zu einer " unglaublichen" Verschwendung von Energie. Experten gehen davon aus, dass nach der Sanierung der jährliche Heizenergiebedarf für das Gebäude um fast 50 Prozent verringert werden kann. Weiteres Sanierungsziel: Die Fassade des hässlichen Betonklotzes so erneuern, dass sich das Gebäude künftig als moderner Komplex präsentiert.
Zu den restlichen 1, 4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Beim Rundgang durch die Büros des Landgerichts wird sofort klar, an welchen Stellen unter anderem gehandelt werden muss. Viele Fenster mit Einfachverglasung sind dermaßen in die Jahre gekommen, dass sie nach den Worten Fahnemanns zur Vermeidung noch größerer Schäden gar nicht mehr geputzt werden dürfen.
Das bislang nicht gedämmte Dach ist gespickt mit vielen kleinen Löchern. " Hier muss dringend etwas passieren", sagt der Landgerichtspräsident, der davon ausgeht, dass auch diese Arbeiten einen erheblichen Beitrag zur Energieeinsparung nach sich ziehen werden. Bis ins Jahr 2010 würden sich die Sanierungsarbeiten hinziehen. Diese Zeit nähmen alle noch gerne in Kauf, " wenn man bedenkt, dass wir ohne das Konjunkturpaket noch fünf Jahre länger hätten warten müssen".

Bildtext:
Vor einem Schandfleck Osnabrücks: Gerfried Große Extermöring (links) und Antonius Fahnemann sind froh, dass das Justizgebäude nun endlich saniert wird. Fotos: Michael Hehmann
Marode und sanierungsbedürftig: die Fenster (oben, Mitte) und das Dach (unten) des Landgerichts.
Autor:
Stefan Alberti


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