User Online: 1 | Timeout: 15:31Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Optimismus ins Krisenjahr
Zwischenüberschrift:
Remarque-Chefin: Osnabrück braucht eine Arena
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Steigenberger Hotel Remarque verbuchte 2008 das beste Jahr seiner zehnjährigen Geschichte und geht selbstbewusst ins Krisenjahr 2009. Wir sprachen mit Hotelchefin Ira Klusmann über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, den Gourmet-Preis und die geplante Arena, für die sie sich vehement einsetzt.
Frau Klusmann, nächste Woche wird in Ihrem Haus der Gourmet-Preis verliehen. Ist Ihre Küche eigentlich groß und gut genug für die sechs besten Köche aus Niedersachsen?
Ja, ja, das ist sie. Wir schließen an dem Abend unsere Restaurants und nehmen die offenen Küchen dazu. Dann reichen die Kapazitäten allemal.

Welche Bedeutung hat der Gourmet-Preis-Abend für Ihr Haus?
Das ist eine Auszeichnung, weil zum ersten Mal der Preis nicht in der jeweiligen Landeshauptstadt verliehen wird. Das spricht für Osnabrück, aber vor allem auch für das Remarque. Die 160 Karten waren übrigens innerhalb von anderthalb Stunden verkauft.

Woher kommen die Gäste?
Die meisten aus Osnabrück und der Region, auch aus der Grafschaft Bentheim kommen viele.

Ist es das Ereignis des Jahres fürs Remarque?
Vom Aufwand her nicht, was das Renommee und die Ausstrahlung betrifft, ja.

Ein anderes Thema: Alle Welt spricht über die Wirtschaftskrise. Was spüren Sie davon?
Ich sehe das nicht so pessimistisch. Natürlich, wir haben im Januar und Februar unsere Planziele nicht erreicht. Aber einige Kollegen in anderen Großstädten haben da viel größere Probleme. Wir stehen in Osnabrück relativ gut da.

Etwas konkreter, bitte.
Die Gastronomie, die bei uns stärker ist als der Bereich Logis, liegt über den erwarteten Zahlen. Das zeigt, dass die Osnabrücker gern zu uns kommen. Die Logis liegt unter Plan. Wir merken, dass die Buchungen immer kurzfristiger kommen. Die Unternehmen entscheiden spontaner. Und Tagungen und Veranstaltungen werden verkürzt. Generell gilt, dass die Geschäftsreisen deutlich weniger geworden sind, die Zahl der Individualreisenden aber gleich geblieben ist.

Können Sie Zahlen nennen?
Wir sind fünf Prozent unter den Erwartungen aber die Erwartungen waren auch sehr sportlich.

Sportliche Erwartungen, die sich am Vorjahr orientierten, oder?
Das Jahr 2008 war das beste in der zehnjährigen Geschichte des Hotels. Wir hatten eine Auslastung von 74, 6 Prozent. Als wir 1998/ 99 anfingen, lagen wir bei 63 Prozent. In den beiden Jahren danach ging es etwas nach unten, aber seither zeigt die Kurve stetig nach oben.

Nach oben auch noch in diesem Jahr?
Wir werden sehen. Im Januar hatten wir 55 Prozent Auslastung, aber das ist für einen Januar nicht unbedingt eine schlechte Zahl. Ich bin sehr optimistisch, dass es im zweiten Halbjahr mit der Wirtschaft wieder aufwärtsgeht und sich die Zahlen relativieren werden.

Wie hat sich die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt?
Ständig nach oben. Wir sind vor zehn Jahren mit etwa 50 Mitarbeitern angefangen und beschäftigen jetzt 110 bis 120. Darunter sind übrigens 27 Auszubildende.

Das ist eine enorm hohe Quote . . .
Das ist das, was wir verkraften können. Wir haben Auszubildende in allen Bereichen, und ihnen wird früh Verantwortung übertragen. Sie stehen nicht nur in der Küche zum Karottenschneiden.

Wie läuft in diesen Krisenzeiten das Kongressgeschäft?
Das ist ein wichtiges Marktsegment für uns. Man muss aber kritisch feststellen, dass die Qualität der Tagungsräume in der Stadt nicht ausreicht.

Sie meinen die Stadthalle.
Ja. Abends oder bei Veranstaltungen präsentiert sie sich wunderbar. Aber wer sich am Tage, wenn nichts los ist, darin umschaut, sieht die Probleme. Ich finde es schade, dass Osnabrück als Oberzentrum nicht ein topmodernes Tagungsumfeld bieten kann. Alle anderen Städte rüsten auf.

Sie sind für den Bau einer Sport- und Kongressarena?
Ich bin eine starke Verfechterin dieser Idee. Die Situation ist vergleichbar mit der unsrigen, als wir anfingen. Damals gab es auch große Zweifel. Aber wir sind der Beweis dafür, dass durch ein gutes Produkt zusätzlicher Umsatz in die Stadt kommt, von dem alle profitieren, auch die anderen Hotels.

Eine Arena, möglicherweise mit angeschlossenem Hotel, wäre doch für Sie eine Konkurrenz.
Das wäre zu einseitig betrachtet. Natürlich wäre es ein Mitbewerber, aber vor dem Wettbewerb haben wir absolut keine Angst. Wichtig ist doch, dass eine Arena zusätzlich Veranstaltungen und Tagungen in die Stadt ziehen würde, deren Besucher gewiss nicht alle in einem Arena-Hotel übernachten könnten.

Bildtext: Krisenzeichen sind sichtbar, aber kein Grund zum Pessimismus: Ira Klusmann, Chefin des Steigenberger Hotels Remarque. Foto: privat
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste