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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Es regnet Millionen auf die Schulen
Zwischenüberschrift:
Stadt verteilt das Geld aus dem Konjunkturpaket
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt öffnet ihr Füllhorn: Das Geld aus dem zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung fließt vor allem in die Schulen. 11, 7 Millionen Euro kann die Stadt verteilen. Darin enthalten ist ein Eigenanteil von 2, 93 Millionen.
Der Finanzausschuss verabschiedete am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung eine entsprechende Liste. Der Rat wird am 3. März abstimmen.
Mithilfe des Konjunkturpakets können in den kommenden zwei Jahren Dächer und Fassaden gedämmt und repariert werden. Dafür stehen 7, 6 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Modernisierung von Feuerwehr- und Verwaltungsgebäuden sowie von Gemeinschaftseinrichtungen und Kulturstätten, von Grünflächen und den Bau der Aussichtsplattform auf der Felsrippe des Piesberges stehen drei Millionen Euro bereit. In die Sanierung von Schulsporthallen fließen eine Million Euro. Der Hochwasserschutz an der Düte wird mit 125 000 Euro verbessert.
Dank des Konjunkturpaketes kann die Stadt auch einen alten Plan verwirklichen: den Haseuferweg. Für den Bau des Stückes zwischen Schlagvorderstraße und Wittekindstraße sind 1, 5 Millionen Euro vorgesehen.
" Bei der Aufstellung des Maßnahmenkataloges war uns sehr wichtig, Investitionen in der ganzen Stadt anzuschieben und das möglichst schnell", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Oberbürgermeister Boris Pistorius und Burkhard Jasper, Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Investitionen verbesserten die Schulinfrastruktur und sicherten Arbeitsplätze. Dabei habe sich die Stadt auf ihre eigenen Aufgaben beschränkt. " Wir haben was auch die Zustimmung des Ausschusses gefunden hat freie Träger und private Institutionen bewusst nicht berücksichtigt, weil die Auswahl schwierig ist und wir uns auf direkte kommunale Investitionen konzentrieren wollten", heißt es in der Erklärung.

Bildtext: Die einfachen Scheiben in der Grundschule Haste müssen dringend durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt werden. Aber das ist nicht alles. Schulleiterin Bettina Kerkmann (rechts) und Elternvertreterin Stefanie Ahrnsen freuen sich sehr, dass die Schule vom Konjunkturpaket profitiert und grundlegend saniert werden kann. Foto: Klaus Lindemann

" Endlich, endlich tut sich was"

Wie das Konjunkturpaket in einer Grundschule wirkt

Osnabrück. Schulleiterin Bettina Kerkmann weiß gar nicht, wie sie ihrer Freude richtig Ausdruck verleihen kann. Sie lacht, rudert mit den Armen, zeigt auf morsche Fensterrahmen, Risse in der Decke und überhaupt auf alles, was in der Grundschule Haste dringend, ganz dringend verbessert werden muss.
Die Grundschule an der Saßnitzer Straße profitiert ganz besonders vom Berliner Konjunkturpaket. " Endlich, endlich tut sich was", sagt auch Elternsprecherin Stefanie Ahrnsen, die Seite an Seite mit der Schulleiterin bei der Stadt immer wieder eine Sanierung der Schule angemahnt hatte.
240 Kinder besuchen die Grundschule. Sie werden von 16 Lehrerinnen betreut. Das Flachdachgebäude stammt aus den Siebzigerjahren, als die Heizung als ein zu vernachlässigender Kostenfaktor galt.
Zwei zwanzig Meter lange Fensterfronten lassen das Licht in die Pausenhalle, aber leider auch die Kälte. Unglaublich: Es sind noch immer Einfachscheiben. Weder explodierende Energiekosten noch Klimadiskussion oder technische Fortschritte haben die Stadt bislang dazu bringen können, die Grundschule auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen. An kalten Tagen schaffe es die Heizung gerade, ihr Büro auf 17 Grad zu erwärmen, berichtet die Schulleiterin: " Da fangen sie an zu frieren."
Die hölzernen Fensterrahmen zeigen deutliche Erschöpfungssymptome. Aus dem Kellerschacht dringt das Surren zweier Ventilatoren, die nach einem Wassereinbruch die feuchte Luft nach draußen pusten. Es regnet durch das Flachdach in die Pausenhalle. Die Beton säulen mussten im Winter geöffnet und die darin verborgenen Rohre und Kabel neu verlegt werden – " weil das Wasser aus den Steckdosen tropfte", wie die Schulleiterin berichtet.
In der Klasse 3b dringt Feuchtigkeit durch Risse in der Decke, das Geländer der Empore entspricht nicht mehr den Sicherheitsstandards. " Ich habe im November 2007 die Stadt auf die Sicherheitsmängel hingewiesen", so Bettina Kerkmann, " es gab einen Ortstermin und Gespräche, nur passiert ist bis heute nichts."
Jetzt tut sich was. Die Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen. Dank Wirtschaftskrise und Konjunkturpaket fließen 1, 5 Millionen Euro in die Sanierung des Schulgebäudes. Auch die Turnhalle soll für 200 000 Euro erneuert werden. Ach ja, die Turnhalle: Auch dazu kann die Schulleiterin eine lange Geschichte erzählen. Der Gymnastikraum ist seit mindestens einem halben Jahr wegen Feuchtigkeitsschä den nicht mehr zu nutzen.
Autor:
hin


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