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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fadenscheinige Argumente der Behörde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Im Stadtentwicklungsausschuss am 12. Februar 2009 wurde vom Straßenbauamtsleiter Herrn Lüesse sehr umfassend und ausführlich dargestellt, nach welchen Formeln eine Geräuschbelastung errechnet wird. Für Laien war dieses nur sehr schwer nachvollziehbar. Wer überprüft eigentlich, ob die errechneten Geräuschbelastungen richtig waren? Auch das Argument von Herrn Lüesse, mit dem er Lärmuntersuchungen (Messungen) als wertlos darstellt, ist unverständlich. Ein Hund bellt vielleicht zwei-/ dreimal, der Lärm von der Autobahn 1 kommt 24 Stunden am Tag, oftmals auch mehrere Tage durchgängig. Aus den Ausführungen ging eindeutig hervor, dass die Lage der Autobahn und der Wohnbebauung zur Autobahn keine Rolle spielt. Ebenso wenig werden Luftströmungen und Windrichtungen bei den errechneten Geräuschbelastungen berücksichtigt. Hierdurch entstand die aktuelle Situation für Atterfeld und dem Ortskern. Die Streckenführung der Autobahn verläuft von Nord nach Süd, die beiden Ortsteile liegen auf der östlichen Seite der Autobahn. Da wir im Jahr überwiegend Wind aus westlicher, südwestlicher oder nordwestlicher Richtung haben, wird der Lärm der Autobahn in beide Ortsteile getragen. Hinzu kommt laut Aussage von Herrn Lüesse, dass der Nutzen einer Lärmschutzwand nur auf den ersten 200 bis 300 Metern spürbar ist. Bevor die Lärmschutzwände an der Autobahn 1 erbaut wurden, verteilte sich der Lärm in Fahrbahnnähe breitflächig. Nach dem Bau bündelt und verstärkt sich der Lärm zwischen den Wänden und schlägt aufgrund der Luftströmungen massiv auf beide Ortsteile nieder. Dadurch ist der Lärm der Autobahn erheblich stärker geworden als vor dem Bau der Lärmschutzwände. Auf den Einwand eines Ratsmitglieds aus Atter, dass die Lärmschutzwand auf der Atteraner Seite im Vergleich zur westlichen Seite zu spät beginnt und zu früh endet, ging der Straßenbauamtsleiter nur mit fadenscheinigen Argumenten ein. Wenn auf der westlichen Seite die Lärmschutzwand bereits am Lotter Kreuz anfängt und weit über die Abfahrt Hafen hinausgeht, dagegen auf der östlichen Seite erst in Atterfeld beginnt und schon auf Höhe des Ortskerns endet, ist bereits durch logisches Denken nachvollziehbar, dass der Lärm von diesen fehlenden Seiten in die Ortsteile getragen wird. Hinzu kommt, dass im Bereich Preußenweg/ Karl-Barth-Straße die Wand auf westlicher Seite bis zu zwei Meter höher ist. Auch von hier wird bei den entsprechenden Windverhältnissen der Lärm in beide Ortsteile getragen. Der Vergleich mit dem Stadtteil, in dem Herr Lüesse wohnt, mit der Situation in Atter ist daher unzulässig. Es ist zu hoffen, dass die vom Stadtbaurat Griesert bis 2012 angekündigte Erstellung von Lärmkarten durch die Stadt für Atter deutlich vorgezogen wird und dann die daraus erforderlichen Konsequenzen umgesetzt werden."

Bildtext: Umstritten: der Lärmschutz in Atter. Foto: Martens
Autor:
Hans-Jürgen Groth


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