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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neuer Auftrag für Entsorgung gelber Säcke
Zwischenüberschrift:
Vertrag mit Alba endet im Dezember – Duales System Deutschland GmbH bereitet Ausschreibung vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. An der Entsorgung und Wiederverwertung des Verpackungsmülls im Auftrag des Dualen Systems Deutschland (DSD) wird sich in den kommenden vier Jahren nichts ändern.
Der Auftrag für den Abtransport der gelben Säcke in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück durch die Firma Alba endet zwar im Dezember dieses Jahres, die DSD GmbH in Köln bereitet nach Angaben ihres Pressesprechers Norbert Völl bereits die Ausschreibung für die nächsten drei Jahre ab Januar 2010 vor. " Die Rahmenbedingungen dafür stehen natürlich jetzt schon fest", sagt Völl, der auch auf eine entsprechende schriftliche Bestätigung durch die Stadt Osnabrück vom Dezember 2008 verweisen kann. Auch deshalb ist das Duale System Deutschland ein wenig verwundert über einen Beschluss in der jüngsten Sitzung des Osnabrücker Stadtrates, mit dem in der vergangenen Woche das erneute Ausschreibungsverfahren scheinbar infrage gestellt wird. Demnach soll die Stadtverwaltung auf Antrag der Osnabrücker FDP-Ratsfraktion prüfen, ob die Entsorgungsfirma Herhof den Inhalt der gelben Säcke verarbeiten kann.
Der Betrieb, der den Restmüll aus Stadt und Landkreis in der Anlage am Hafen verarbeitet, hat Kapazitäten frei. Nach Auffassung der Freien Demokraten ist es heute nicht mehr zwingend nötig, den Verpackungsmüll vom Restmüll zu trennen. Der Stoff aus den gelben Säcken ließe sich sehr gut " thermisch verwerten", also verbrennen, hatte der FDP-Abgeordnete Thomas Thiele in der Sitzung des Osnabrücker Stadtrates erklärt. Unterstützung hatte er von Fritz Brickwedde bekommen. Die Sammlung des Verpackungsmülls stamme aus einer Zeit, als die Technik die Stoffe nicht sortenrein trennen konnte, hatte der CDU-Politiker argumentiert. Das sei nach neueren Erkenntnissen überholt, wie auch zwei Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erwiesen hätten, sagte Brickwedde. Dem widerspricht die DSD GmbH allerdings entschieden. " Das war die persönliche Meinung von Herrn Brickwedde, aber nicht das Ergebnis der Pilotprojekte", sagt Norbert Völl, für verlässliche Aussagen von bundesweiter Bedeutung sei die Datenlage der beiden Versuche viel zu gering gewesen. Zudem sei die Müllbearbeitungsanlage der Firma Herhof im Osnabrücker Hafen als Sortieranlage für Verpackungsmüll technisch nicht geeignet.
Auch der Landkreis Osnabrück würde lieber heute als morgen den Verpackungsmüll in eigener Regie entsorgen. " Aus Bürgersicht ist es besser, den Service für die Entsorgung aller Müllsorten aus einer Hand anzubieten", sagt Burkhard Riepenhoff, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Allerdings müsste dafür erst die Verpackungsverordnung auf Bundesebene geändert werden.
Fest steht mittlerweile dagegen, dass die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises Osnabrück, die Awigo GmbH, das Duale System Deutschland auf Schadenersatz einer " hohen vierstelligen Eurosumme" verklagen will. Anlass sind die Überlastungen der Telefonleitungen im Service-Center der Awigo Anfang dieses Jahres zur Einführung des neuen Verteilsystems für gelbe Säcke. Wegen der erheblichen Probleme mit dem Versand der Abholkarten hatte es Hunderte Beschwerdeanrufe bei den Abfallwirtschaftsbetrieben in der Stadt und im Landkreis Osnabrück gegeben, obwohl die für den Verpackungsmüll gar nicht zuständig sind. Finanziellen Forderungen nach diesen anfänglichen Pannen sieht die DSD GmbH aber offenbar gelassen entgegen. " Wir zahlen dem Landkreis und der Stadt schließlich pro Einwohner und pro Jahr 26 Cent für die Abfallberatung", sagt Norbert Völl. Das macht im Kreis unterm Strich deutlich mehr als 60 000 Euro und in der Stadt immerhin noch rund 40 000 Euro pro Jahr.

Bildtext: Welches Unternehmen ab Januar 2010 für die Entsorgung der gelben Säcke und Tonnen in der Region zuständig sein wird, steht derzeit nicht fest. Die DSD GmbH bereitet derzeit die entsprechende Ausschreibung vor. Foto: Archiv
Autor:
Franz-Josef Raders


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