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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alle Kanäle werden durchleuchtet
Zwischenüberschrift:
Hausbesitzer müssen bis 2015 Dichtigkeit der Rohre nachweisen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Alle Osnabrücker Hausbesitzer müssen bis 2015 ihre Entwässerungskanäle überprüfen lassen und deren Dichtigkeit nachweisen. Das fordert eine EU-Norm allerdings ohne die Details zu regeln. Jetzt sind selbst die Experten ratlos.
Ziel der Europa-Norm ist der Schutz des Grundwassers. Es soll verhindert werden, dass Schmutzwasser durch poröse Rohe im Erdreich versickert und die Trinkwasserreservoire verunreinigt. Stadtteile, die zu einem Wasserschutzgebiet gehören, sollen vorrangig untersucht werden. Deshalb werden zuerst die Entwässerungskanäle in Voxtrup unter die Lupe genommen.
Dabei ist deutlich zu unterscheiden: Es gibt die Prüfung der öffentlichen Leitungen durch die Stadtwerke und der privaten Leitungen durch Fachbetriebe, die der Hauseigentümer beauftragen und bezahlen muss. Die Stadtwerke sind als Netzbetreiber ohnehin gesetzlich verpflichtet, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Jetzt fordert Brüssel dasselbe auch von den privaten Hausbesitzern.
So weit die Theorie, die Praxis ist erheblich komplizierter. Die Grundstücksgrenze wäre eigentlich die Trennlinie der Zuständigkeit: unter der Straße ist öffentlich, auf dem Grundstück ist privat. Praxisnäher ist es aber, die Grenze am sogenannten Revisionsschacht zu ziehen. Das erleichtert den Kanal-Kontrolleuren die Arbeit und macht die Sache für die Hauseigentümer billiger, weil sie sich nur noch um das meist kurze Stück vom Revisionsschacht bis zum Haus kümmern müssen. Wenn das Gebäude auf der Grenze steht, ist der Hausbesitzer fein raus. Dann erledigen die Stadtwerke die Kontrolle.
Die Stadtwerke arbeiten ein auf 20 Jahre angelegtes Programm ab, wie Andreas Hoffknecht, Leiter des Geschäftsbereichs Technik, erklärt. Die Kontrollen beginnen in Voxtrup und werden schrittweise in den anderen Stadtteilen fortgesetzt. Die Stadtwerke werden die Arbeiten ausschreiben. " Das schließt nicht aus, dass wir irgendwann einen eigenen Trupp schaffen, wenn wir merken, dass wir es selbst billiger können", sagt Hoffknecht.
Manche Hausbesitzer, so wurde während des jüngsten Bürgerforums in Voxtrup deutlich, würden am liebsten die Stadtwerke gleich mit der Kontrolle des privaten Abschnitts beauftragen. Aber so einfach ist das nicht, wie Hoffknecht erklärt. Die Stadtwerke oder die von ihr beauftragte Firma dürften die Rohrkontrolle auf privater Seite nicht einfach mitmachen. " Es könnte hinterher ein Hausbesitzer kommen und sagen, das hätte die Firma XY viel billiger gemacht", sagt Hoffknecht. Außerdem haben die Hausbesitzer bis 2015 Zeit und müssen sich nicht an den Takt halten, den die Stadtwerke bei der Kontrolle des öffentlichen Rohrnetzes vorgeben.
Die Stadtwerke werden es den Hausbesitzern allerdings anbieten, die Kontrolle auf dem Privatabschnitt zu organisieren. Abrechnen müssen die Privaten aber direkt mit der beauftragten Firma. Die Kosten, so schätzt Hoffknecht, dürften bei einigen Hundert Euro liegen. Richtig teuer kann eswerden, wenn die Prüfer mithilfe ihrer Kanalkamera Schäden an den Rohren feststellen.
Unklar ist bislang, wie der Nachweis erbracht werden soll. Die EU-Norm gibt darüber keinerlei Auskunft, wie Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter Straßenbau der Stadtverwaltung, erklärt. Muss die Stadt die Nachweise einfordern? Oder sind die Hausbesitzer verpflichtet, von sich aus einen Nachweis vorzulegen? Wie sieht der Nachweis überhaupt aus? Fragen über Fragen, die nicht beantwortet sind. Nur eines ist Jürgen Schmidt klar: " Wenn der Nachweis nicht kontrolliert wird, macht die ganze Aktion wenig Sinn."
Autor:
hin


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