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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Keine Alternative zur Entlastungsstraße"
Zwischenüberschrift:
Gutachter: Neues Konzept für den Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer den Verkehr auf dem Westerberg entzerren will, kann auf die Entlastungsstraße West nicht verzichten. Das sagt Verkehrsplaner Dr. Wolfgang Haller. Die neue Straße müsse eng mit dem Stadtteil verknüpft werden.

Herr Haller, jahrzehntelang wurde in der Stadt über eine Umgehungsstraße für den Westerberg diskutiert. Jetzt schreiben Sie in Ihrer Stellungnahme zur Entlastungsstraße West, dass der überörtliche und gesamtstädtische Verkehr keine dominierende Rolle spielt. Wie kommen Sie zu diesem Ergebnis?
Es ist eine Frage, wie Sie Durchgangsverkehr definieren. Den überörtlichen Durchgangsverkehr gibt es dort so gut wie gar nicht. Was stattfindet, ist der Durchgangsverkehr im kleineren Bereich zum Beispiel zwischen Hafen und Hellern.

Worauf gründen Sie diese Erkenntnis? Haben Sie den Verkehr gezählt?
Ja, im November 2007 hat es eine groß angelegte Verkehrsbefragung gegeben. 250 Hilfskräfte haben damals Autofahrer befragt, woher sie kommen und wohin sie fahren. Die Daten dienen als Grundlage für den neuen Masterplan Mobilität. Unsere Stellungnahme zur Entlastungsstraße West ist Teil dieses Masterplans.

Früher sollte der Verkehr möglichst schnell vierspurig am Westerberg vorbeigeleitet werden. Davon haben Sie sich komplett verabschiedet . . .
Ja, das Konzept ist neu. Die Straße soll möglichst stark mit dem Stadtteil verknüpft werden, um eine Entlastungswirkung für den Westerberg zu erzielen. Dazu schlagen wir vor, die Gluckstraße zu unterbrechen und eine Zwangsführung auf die Entlastungsstraße zu schaffen.

Was war zuerst: die Idee der Stadtstraße mit vielen Verknüpfungen oder die Erkenntnis, dass es keinen Durchgangsverkehr gibt?
Ausgangspunkt unseres Konzeptes war die Frage, wie der kleinräumige Verkehr auf dem Westerberg besser geführt werden kann. Es war nicht das Ziel, die Autobahn zu entlasten, sondern primär den Stadtteil und innerstädtische Verkehrsachsen wie den Wallring. Das Verkehrsproblem auf dem Westerberg ist offenkundig, und ich sehe auch keine Alternative zu einer gut verknüpften Entlastungsstraße.

Noch einmal zur Klarheit: Sie halten die Entlastungsstraße für unverzichtbar?
Die positiven Wirkungen sind sehr deutlich. Es gibt aus meiner Sicht, ich wiederhole mich da, keine Alternative zu einer Entlastungsstraße, wenn man eine Entlastung am Westerberg will. Das Ganze ist aber kein Selbstläufer. Man darf nicht übersehen, dass der Bau in den Landschaftsraum eingreifen würde. Deshalb ist es wichtig, eine Studie zu erstellen, die die Trasse genauer bestimmt und unter anderem die Trennwirkung der Straße und die Lärmentwicklung untersucht.

Wird diese Straße nicht neuen Verkehr erzeugen, vor allem einen überörtlichen Durchgangsverkehr, der ja nach Ihren Erkenntnissen bislang keine Rolle spielt?
Nein. Die Befürchtung ist unbegründet, wir öffnen da keine Schleusen. Die Kapazität der Straße und die vielen Knotenpunkte würden die Verbindung für einen Durchgangsverkehr nicht sehr attraktiv machen. Der Autofahrer hätte kaum einen Zeitgewinn.

Haben Sie bei Ihrer Studie auch den Motorisierungsgrad auf dem Westerberg, also die Zahl der Autos pro Haushalt, in Betracht gezogen?
Nein. Sicher ist die individuelle Motorisierung auf dem Westerberg höher als in anderen Teilen der Stadt, aber dafür ist die Besiedlungsdichte auch nicht so hoch.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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