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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Autofahrer mögen die Brötchentaste
Zwischenüberschrift:
175 000 Euro weniger Einnahmen für OPG
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 15 Minuten lang darf jeder Autofahrer innerhalb des Walls und am Hauptbahnhof seinen Wagen kostenlos an einer Parkuhr abstellen. Die sogenannte Brötchentaste macht es möglich. Kostenlos ist die Benutzung der Taste allerdings nur für Autofahrer. Denn die Stadt lässt sich die Brötchentaste jährlich rund 175 000 Euro kosten.
Auf diese Summe belaufen sich nach Angaben des Pressesprechers der Stadt, Sven Jürgensen, hochgerechnet die Einnahmeverluste, die der Osnabrücker Parkstättenbetriebsgesellschaft OPG und damit dem Stadtsäckel entgehen.
Zwischen dem 1. Mai 2008, dem Tag, an dem die Stadt rund 100 neue Parkuhren aufstellen ließ, und dem 31. Dezember vergangenen Jahres wurde die Brötchentaste nach Angaben von OPG-Geschäftsführer Ingo Hoppe genau 236 610-mal gedrückt. Mit jedem Klick sparte ein Autofahrer die 50 Cent für die ersten 15 Minuten Parkzeit.
Die Taste werde intensiv genutzt, zog Pressesprecher Jürgensen jetzt Zwischenbilanz: " Aus Kundensicht ist das eine sehr erfreuliche Sache."
Die Stadt hatte die Brötchentasten vor acht Monaten in Betrieb nehmen lassen, um Autofahrern kurze, kostenlose Stopps zu ermöglichen, sei es, um wirklich nur schnell ein Brötchen zu kaufen oder andere Kurzbesorgungen zu erledigen. Nach Ablauf der ersten Viertelstunde werden pro 15 Minuten Parkzeit die üblichen 50 Cent fällig.
Ob sich die Brötchentaste nicht nur wegen des autofahrerfreundlichen Images, sondern auch finanziell für die Stadt rechne, konnte Jürgensen nicht sagen.
Die Rahmenbedingungen für die Einführung der Brötchentaste habe der Stadtrat geschaffen, so der Stadtsprecher. Und der müsse jetzt auch darüber befinden, welche Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen würden. Beschlossen worden war die Einführung der Brötchentaste im Dezember 2007 von einer Ratsmehrheit aus CDU, SPD und den Grünen. Die FDP hatte sich für 30 Minuten kostenloses Parken ausgesprochen.
Ob und wann sich der Rat erneut mit der Brötchentaste beschäftigt, steht laut Jürgensen noch nicht fest. Auf der Tagesordnung für die nächste Ratssitzung stehe das Thema jedenfalls noch nicht: " Das muss erst jemand beantragen."

Bildtext: Auf den Geschmack gekommen: 236 610-mal haben Autofahrer innerhalb von acht Monaten die Brötchentaste gedrückt und konnten so 15 Minuten frei parken. Foto: Michael Hehmann

Das sagen Osnabrücker Autofahrer

Ivo Jacopowitz (der 59-Jährige hat sich soeben ein freies 15-Minuten-Parkticket gezogen):
" Ich finde die Brötchentaste toll, weil ich oft nur zehn Minuten in der Stadt halte, um schnell zur Bank zu gehen oder etwas zu besorgen. Meistens habe ich auch kein Kleingeld dabei, um passende Münzen in den Parkautomaten zu werfen. Deshalb nutze ich die Brötchentaste sehr oft."

Gisela Dörenkäm-
per (56): " Wenn sich die Menschen an die Parkregeln halten würden, dann fände ich die Brötchentaste gut. Viele missbrauchen die Regelung aber und bleiben länger als die vorgeschriebenen 15 Minuten kostenlos auf den Parkplätzen stehen. Es wird zu wenig kontrolliert. Dann ärgere ich mich immer, wenn ich die teuren Parkhausgebühren zahlen muss."

Helmar Bendig
(42): " Ich wusste noch gar nicht, dass es die Brötchentaste gibt. Ich rege mich immer auf, wenn ich nur zehn Minuten geparkt habe und viel Geld dafür bezahlen musste. Deshalb finde ich
die Brötchentaste gut und werde sie jetzt auch öfter nutzen."
Ursula Schulte (die 50-Jährige steigt gerade in ihr Auto ein):" Ich ärgere mich darüber, dass ich ein Parkticket gezogen habe, obwohl ich nur eine Viertelstunde für meine Erledigungen gebraucht habe. Ich finde die Brötchentaste zwar gut, aber leider weiß ich vorher nie genau, wie lange ich auf dem Parkplatz stehen bleibe. Deshalb ziehe ich zur Vorsicht immer ein Parkticket, obwohl ich es hinterher vielleicht gar
nicht gebraucht habe." voh
Autor:
slx


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