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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Atter wird den Lärm nicht los
Zwischenüberschrift:
Stadtentwicklungsausschuss: Kein Hebel für besseren Schallschutz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In Atter sind zwar Schallschutzwände entlang der Autobahn 1 entstanden, aber die Unzufriedenheit über den Lärm ist eher noch gewachsen. Aus diesem Grund stellte der Stadtentwicklungsausschuss kritische Fragen an Straßenbauamtsleiter Cord Lüesse. Am Ende war das Pulver verschossen, ohne dass die Politiker einen Hebel für wirksameren Lärmschutz gefunden hatten.
rll Osnabrück. Dass die Geräuschbelastung entlang der Autobahn errechnet und nicht gemessen wird, bezeichneten mehrere Ausschussmitglieder als nicht nachvollziehbar. Straßenplaner Cord Lüesse verteidigte die Normen. Gemessene Werte hätten nur eine begrenzte Aussagekraft, weil Zufallsereignisse die Ergebnisse verfälschten. So habe eine Lärmuntersuchung schon dann keinen Wert mehr, wenn sich ein Hund durch lautes Bellen bemerkbar mache.
Rechnerische Darstellungen würden der tatsächlichen Belastung eher gerecht, vermerkte Lüesse und fügte hinzu: " Grundsätzlich wird immer zugunsten der Lärmbetroffenen gerechnet." Auch an den Verkehrsprognosen lasse sich nichts aussetzen. Bei Zählungen habe sich herausgestellt, dass das tatsächliche Verkehrsaufkommen nicht so stark gestiegen sei wie vorhergesagt. Unter dem Strich gelte das auch für den Lärm. Zum Jade-Weser-Port vermerkte Lüesse, dass seine Behörde mit zusätzlichen 1000 Lkw täglich kalkuliere. Lärmtechnisch werde sich diese Mehrbelastung aber nur unwesentlich auswirken.
Die Berechnungen für die Schallausbreitung seien im Übrigen mehrfach von unabhängigen Büros überprüft worden. Dass die Lärmschutzwand in Atter nicht höher gebaut wurde, erklärte Lüesse mit der Geländehöhe und der jeweiligen Nutzung. So müsse im Gewerbegebiet ein höherer Schallpegel hingenommen werden als in einem Wohngebiet. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass der Nutzen einer Lärmschutzwand nur auf den ersten 200 oder 300 Metern spürbar sei. Weiter außerhalb sei der Lärmpegel aber ohnehin geringer.
Der Ausschuss diskutierte eine Weile, ob die Stadt selbst Lärmmessungen veranlassen soll. Doch diese Überlegung wurde ebenso verworfen wie die Idee, alle Lärmberechnungen noch einmal auf Kosten der Stadt zu überprüfen.
Was bleibt, formulierte Stadtbaurat Wolfgang Griesert: Bis 2012 müsse die Stadt Lärmkarten erstellen, um darzulegen, wo der größte Handlungsbedarf besteht. In diesem Zusammenhang werde der Blick ganz sicher auch auf Atter gerichtet.

Bildtext: Die neuen Lärmschutzwände schützen nur unzureichend, lautet die Kritik aus Atter. Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


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