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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Stadt verspielt eine historische Chance"
Zwischenüberschrift:
Agenda-Arbeitskreis: Briten-Häuser nach den neuesten Standards dämmen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt sei im Begriff, eine historische Chance zu verspielen, warnt der Arbeitskreis Energie, Bauen und Wohnen der Lokalen Agenda 21. Wenn in den nächsten Wochen die Briten-Wohnungen auf den Markt kämen, müsse jeder neue Eigentümer verpflichtet werden, bei Heizung und Wärmedämmung neueste Standards zu realisieren.
Wohlwollend hat der Arbeitskreis aufgenommen, dass sogar die CDU-Fraktion dafür eintritt, bei der Umnutzung der Kasernenflächen auf erneuerbare Energien und Blockheizkraftwerke zu setzen. " Bei den Wohnungen", so formulierte es Thomas Polewsky vom Agenda-Arbeitskreis, " scheinen uns die Felle jedoch davonzuschwimmmen."
Schwere Versäumnisse wirft der Arbeitskreis den Stadtplanern vor, weil sie das Ziel der CO2 - Minderung in den Bebauungsplänen für die britischen Wohnviertel gar nicht berücksichtigt hätten. Dabei gebe es seit 2008 einen Ratsbeschluss, der konkrete Schritte für den Klimaschutz vorschreibe verbindlich für alle neuen Planungen, wie Prof. Dr. Klaus Kuhnke vom Arbeitskreis vermerkte.
Er kritisierte zugleich, dass die Klimaziele für die Literatenhöfe am Heger Holz mit Rücksicht auf den Denkmalschutz konterkariert würden. In der Siedlung um die Wilhelm-Busch-Straße soll eine Solaranlage auf dem Dach ebenso untersagt werden wie eine Wärmedämmung von außen. Das sei Unfug, kritisierte Kuhnke in der Sitzung des Arbeitskreises, denn Klimaschutz schließe Denkmalschutz nicht aus.
Der Arbeitskreis erwartet von der Stadt, dass Standards für die energetische Sanierung in die Bebauungspläne aufgenommen werden. Auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) trage Verantwortung, weil sie den Klimazielen der Bundesregierung verpflichtet sei, erklärte Mike Voss, der Sprecher des Arbeitskreises.
Für die Käufer der Wohnungen stünden zahlreiche Programme bereit, sodass eine konsequente energetische Sanierung nicht am Geld scheitern werde. Außerdem zahlten sich die Investitionen über mittlere Sicht aus.
Der Arbeitskreis betrachtet die Konversion von Kasernenflächen und Wohnungen als unwiederbringliche Chance, Akzente für den Klimaschutz zu setzen. Die Veräußerung von 1300 Wohnungen eröffne die Möglichkeit, Blockheizkraftwerke zu bauen, die Strom und Wärme produzierten. Auch solare Wärmespeicher rechneten sich, wenn nicht nur einzelne Häuser, sondern ganze Zeilen oder Quartiere angeschlossen würden.
Der Arbeitskreis betrachtet ein Programm zur energetischen Sanierung der Britenhäuser auch als Konjunkturspritze, mit der Arbeitsplätze gesichert werden können. Michael Schrempel drückte es so aus: " Das bedeutet Hunderttausende von Euro für das Handwerk!"
Autor:
rll


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