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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schauplatz für Remarques Roman
Zwischenüberschrift:
Die Hebammenlehranstalt an der Knollstraße wäre beinahe abgerissen worden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit der Hebammenlehranstalt in der Knollstraße wird immer wieder ein besonderer Name in Verbindung gebracht: Erich Maria Remarque soll hier am 22. Juni 1898 das Licht der Welt erblickt haben. Stimmt aber nicht. Denn das Gebäude an der Knollstraße 16 wurde erst 1903/ 04 erbaut.

Markant erhebt sich der Bau bis heute im Stil der Neo Renaissance und prägt die Straße im Stadtteil Gartlage ebenso wie das Landeskrankenhaus, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Anfang der 1990er-Jahre wurde die ehemalige Geburtsklinik in das Denkmalregister des Landes Niedersachsen aufgenommen.
Vor wenigen Jahren erst hat KME das Gebäude saniert und restauriert, um hier 2003 mit dem " KME-Forum" eine Bildungsstätte zu eröffnen. Seither wird hier Händlern, Bauhandwerkern, Architekten, Installateuren und Planern gezeigt, was mit Kupfer alles machbar ist. Außerdem nutzt KME das Haus für interne Fortbildungen.
Im südlichen Trakt ist die Betriebskrankenkasse BKK firmus eingezogen und hat im selben Jahr eine Geschäftsstelle eröffnet. Sie hatte zuvor an der Luisenstraße gesessen.
Erhalten geblieben ist die denkmalgeschützte Fassade. Die Giebel am Eingang und am Treppenhaus sowie die Verzierungen aus Sandstein wurden gereinigt, schadhafte Stellen, die nicht mehr zu erhalten waren, wurden durch neue Sandsteinelemente ersetzt.
Im Inneren wurden verstärkt Modernisierungen vorgenommen auch wenn mancher Raum der früheren Klinik noch im Zuschnitt zu erkennen ist, Fenster und Treppengeländer im Original erhalten sind. Nachdem der Bau für die KME-Verwaltung genutzt worden war, hatte er einige Zeit leer gestanden. In dieser Zeit hatte das Innere durch Feuchtigkeit gelitten, sodass einiges erneuert werden musste. Heute ist deshalb modernes, schlichtes Design neben verschnörkelten Elementen zu finden.
Rund 3 Millionen Euro hat KME in die Restaurierung investiert. Ursprünglich sollte der Bau abgerissen werden, doch Bruno Switala, der städtische Denkmalpfleger, hatte sich für den Erhalt des Hauses eingesetzt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Politik und Verwaltung setzte er sich durch.
Und was Remarque betrifft: In seinem Werk " Der schwarze Obelisk" hat er so über die als " Gebäranstalt" bezeichnete Hebammenlehranstalt geschrieben, als wäre er hier geboren worden. Viel wahrscheinlicher aber ist, dass er in der alten Hebammenlehranstalt zur Welt gekommen ist. Sie stand an der Knollstraße 7 und war im Jahr 1867 errichtet worden.

Bildtext: Sandstein, Rundbogenfenster und Ziertürmchen: Im Stil der Neo-Renaissance wurde die Hebammenlehranstalt in den Jahren 1903/ 04 errichtet. Das Foto entstand vor 1916. Das Bild haben wir dem Buch " Alt-Osnabrück" entnommen. Erschienen im Verlag H. Th. Wenner.

Fast wie in früheren Zeiten: Die Fassade der Hebammenlehranstalt wurde behutsam restauriert. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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