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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jetzt eine Gesamtschule in Eversburg
Zwischenüberschrift:
Vorschlag der Schulverwaltung bedeutet Aus für Pläne der evangelischen Kirche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eine Integrierte Gesamtschule am Standort Eversburg, das ist kurz gefasst der Inhalt einer umfangreichen Vorlage der Verwaltung für die kommende Ratssitzung. Die Politiker werden damit über einen Vorschlag zu entscheiden haben, der die Schullandschaft in der Stadt insgesamt aufmischt.
Von Frank Henrichvark
Osnabrück. Mit diesem Beschlussvorschlag wird konkretisiert, was sich in dem Sachstandsbericht der Schulverwaltung zur letzten Schulausschusssitzung bereits andeutete. Er wendet sich zudem deutlich von dem ursprünglichen Ratsbeschluss von Juli 2007 ab, der die Übertragung des Schulzentrums Eversburg an die Evangelische Landeskirche mit der Absicht, dort eine kooperative Gesamtschule einzurichten, zum Ziel hatte.
Stattdessen stehen jetzt sechs Einzelentscheidungen auf der Tagesordnung des Rates: Demnach nimmt der Rat Abstand von seiner ursprünglichen Entscheidung, eine Integrierte Gesamtschule am Standort Schölerberg einzurichten. Die Vertragsverhandlungen mit der evangelischen Kirche über die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule am Standort Eversburg werden beendet. Zugleich wird drittens die Verwaltung beauftragt, die Voraussetzung für die Einrichtung einer 5- bis 6-zügigen Integrierten Gesamtschule am Standort Eversburg zu schaffen. Das allgemeinbildende Schulangebot der Käthe-Kollwitz-Schule am Schölerberg wird aufgegeben; insbesondere werden dort keine Sanierungsmaßnahmen mehr durchgeführt. Die Vorüberlegungen der Käthe-Kollwitz-Schule werden in das Konzept für die IGS einbezogen, und sechstens soll ein Konzept zur Entwicklung und Optimierung des Haupt- und Realschulangebotes entstehen.
Auf 13 Seiten liefert die Schulverwaltung zu diesem Beschlusspaket weitere Fakten. Schülerströme, Wahlverhalten, Ablehnungen insbesondere bei den kirchlichen Schulen und der Gesamtschule Schinkel, aber auch die Kostenschätzungen für die Standorte Schölerberg und Eversburg werden so in den Blick genommen.
Wichtig sind dabei zunächst einige Aussagen zur Entwicklung einer künftigen Schullandschaft in Osnabrück. Demnach führen konkurrierende konfessionelle Schulangebote zu einer " horizontalen Verschiebungsdynamik" auf Kosten der staatlichen Schulen. Und da die Gesamtzahl der Schüler pro Jahrgang in Zukunft nur noch minimal steigt, werden zwei zusätzliche Gesamtschulen (Eversburg und Schölerberg) als Überforderung insbesondere der bestehenden Haupt- und Realschulen angesehen. Im Gegenzug heißt der Nutzen in der Verwaltungsvorlage: " Die Osnabrücker Schullandschaft würde räumlich entflechtet und die einzelnen weiterführenden Schulen an ihren Standorten exklusiver wahrgenommen."
Oder etwas schlichter ausgedrückt: Wenn die Käthe-Kollwitz-Schule ausläuft, wäre allen anderen geholfen.
Dazu passt auch die Kostenüberlegung der Verwaltung: Nach jetzigem Kenntnisstand erfordert allein die Sanierung der Gebäude am Schölerberg acht bis zwölf Millionen, die Sanierung in Eversburg sieben Millionen Euro zusammengenommen und " kostenneutral", so die Rechnung der Verwaltung, wären das bis zu 19 Millionen, die für eine IGS in Eversburg zur Verfügung stünden.
Ebenfalls für die nächste Ratssitzung haben CDU und FDP in eigenen Anträgen die Stärkung des Schulzentrums Eversburg durch Gründung einer kooperativen Gesamtschule in Trägerschaft der evangelischen Kirche gefordert. Auch die Schulleiter der drei Schulen im Schulzentrum sprachen sich gestern in einer eigenen Presseerklärung deutlich für eine solche Lösung aus.
Und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche bekräftigte noch einmal ihre Bereitschaft, für das Schulzentrum Eversburg ab August 2010 die Trägerschaft für eine Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe zu übernehmen. " Wir würden es bedauern, wenn Osnabrück auf dieses Angebot nicht einginge", sagte Dr. Kerstin Gäfgen-Track für die Kirche.

Bildtext: Plötzlich könnte das Schulzentrum Eversburg Standort einer Integrierten Gesamtschule werden. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
Frank Henrichvark


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