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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
400 Stunden arbeitet er an einem Baum
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker entwirft Pflanzen aus Metall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Über 400 Stunden Arbeit steckt Alexander Dammer in einen Baum aus Kupfer mit 2300 Blättern. Für den gelernten Werkzeugmacher ist diese Zeit aber mehr Vergnügen als Arbeit, denn für ihn ist die Treibkunst ein Hobby. Heute Abend will er seine Leidenschaft mit anderen Menschen teilen und präsentiert seine Arbeiten aus Kupfer im Stadthaus I
.

" Für mich ist die Arbeit mit dem Kupfer wie eine Droge. Ich vergesse alles um mich herum, wenn ich in meiner Werkstatt bin", erzählt Alexander Dammer. Der Hobbykünstler ist in Sibirien geboren und zog vor acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. " Ich arbeite als Hausmeister in den Berufsbildenden Schulen im Marienheim." Vor drei Jahren wurde ihm die Stelle wegen Sparmaßnahmen gekürzt. Seitdem hat Alexander Dammer wieder mehr Zeit, sich seinem Hobby zu widmen. " Früher habe ich zu Hause gearbeitet, aber das war den Nachbarn zu laut", erinnert er sich.
Schweinestall umgebaut
Nach langer Suche nach der geeigneten Werkstatt baute der 49-Jährige einen alten Schweinestall um. Dort kann er ungestört seiner Leidenschaft nachgehen. " Das Treiben mit Kupfer hat mir ein Nachbar in Sibirien beigebracht.
Das alte Verfahren zur Metallbearbeitung ist schwer zu lernen, und man braucht viel Übung", erklärt Alexander Dammer. Neben den Bäumen stellt er auch Rosensträucher oder Vögel aus Kupfer her. Zuerst malt er eine Vorlage, um diese dann auf ein Blech zu übertragen. Danach hämmert er das Kupfer in seine gewünschte Form. Dieser Arbeitsschritt wird auch Treiben genannt. " Wenn ich einen Vogel herstelle, dann muss ich zwei symmetrische Hälften aneinanderlöten. Es ist sehr schwierig die beiden Stücke genau passend zu treiben."
Für Alexander Dammer ist die Ausstellung eine Ehre und eine Möglichkeit, sich etwas Geld dazuzuverdienen. Andererseits mag er es nicht, wenn er im Mittelpunkt steht. " Ich muss dann eine Rede halten. Das kann ich nicht gut", gesteht er. Doch wenn er mit seinen Kupferarbeiten andere Menschen glücklich machen kann, dann will er seine Schüchternheit dafür überwinden.
Die Ausstellung " Natur in Kupfer" ist noch bis Ende Februar im Stadthaus 1, Natruper-Tor-Wall, zu sehen.

Bildtext: Künstler mit Schweißbrenner: Aus Kupfer formt Alexander Dammer Rosen und sogar ganze Bäume. Foto: Egmont Seiler
Autor:
voh


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