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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Über einen schrecklichen Ort voller falscher Hoffnungen
Zwischenüberschrift:
Das Lager Westerbork: Ausstellung gibt Zahlen Gesichter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Lachen im Dunkeln" ist der irritierende Titel einer Ausstellung, die in der Villa Schlikker, dem Haus der Erinnerung des Kulturgeschichtlichen Museums am Wall, zu sehen ist.
Gezeigt wird das Leben niederländischer und deutscher Juden sowie einer kleinen Gruppe von Sinti und Roma im niederländischen Lager Westerbork einem anfänglichen Flüchtlingslager, das später zu einem polizeilichen Durchgangslager wurde. Aufgabe der Ausstellung soll es sein, an das Geschehene zu erinnern, um daraus Lehren zu ziehen, sagte Bürgermeister Burkhard Jasper während der Eröffnung.
Der ehemalige Vorsitzende des Erinnerungszentrums " Lager Westerbork", Jan de Graaf, erklärte, dass die Ausstellung den Zahlen Gesichter gibt. Auch eine Liste mit Namen von Osnabrücker Juden und die Lager, in die sie deportiert wurden, ist ausgestellt.
Westerbork war von 1942 bis 1945 ein Lager, das sowohl human als auch teuflisch war, so de Graaf. Die Insassen wurden weder geschlagen noch gefoltert. Es gab ein Krankenhaus, meistens genügend Essen, normale Arbeitszeiten und ein Theater, in dem keine Zensur herrschte. Die Vorstellungen fanden allerdings dienstags abends statt, nachdem am Morgen der Zug in eine unbekannte Zukunft für viele Juden abgefahren war.
Es war ein schrecklicher Ort voller falscher Hoffnungen. Die vorgetäuschte Normalität wird durch Filme, Fotos und nachgebaute Räume präsentiert. Vor allem Jugendlichen soll mit dieser Ausstellung noch einmal vor Augen geführt werden, was in und durch Deutschland passiert ist. Die Jugendlichen liegen sowohl Bürgermeister Jasper als auch de Graaf und Dr. Eva Berger, der Direktorin des Kulturgeschichtlichen Museums, am Herzen. Aber auch andere Besucher sind eingeladen, zu diskutieren und sich zu erinnern.
Direkt nach der Eröffnung entstanden erste Gespräche zwischen den geladenen Gästen. Darunter befand sich auch Marie-Dominique Guyard von der Gedenkstätte Augustaschacht. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. April zu sehen.

Bildtext: Das Mahnmal im Lager Westerbork. Von hier aus wurden auch Osnabrücker Juden in Vernichtungslager deportiert.
Autor:
isa


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