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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Krankenhaus auf Wanderschaft
Zwischenüberschrift:
Das Kinderhospital bezog vor 60 Jahren das Gebäude an der Iburger Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gleich zwei besondere Ereignisse hat das Kinderhospital in diesem Jahr zu feiern. Zum einen begeht es sein 60-jähriges Bestehen am Schölerberg, zum anderen beginnt im Frühjahr der Bau des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO). Gründe genug, eine Zeitreise zu unternehmen.
Das historische Foto zeigt den Neubau des Kinderhospitals von 1960 am Schölerberg. Doch die Geschichte der Klinik geht sehr viel weiter zurück.
" Die Gründung des Osnabrücker Kinderhospitals fällt in die Zeit vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges: Mai 1870", hieß es im " Osnabrücker Tageblatt" vom 31. Dezember 1942. Die Gemeindeschwestern hatten damals bemerkt, dass erkrankte Kinder, die in Bad Rothenfelde zur Kur gewesen waren, eine Nachkur benötigten. " Auf Anregung von Bürgermeister Dr. Stüve, Dr. Droop und Frau Reinecke wurde die Gründung eines Kinderpflegehauses beschlossen", schreibt der Journalist von damals weiter.
So wurde im Mai 1870 das Haus Ziegelstraße 13 gekauft und als Kinderhospital eingerichtet. 1871 konnten die ersten Kinder behandelt werden. Doch das Gebäude war für diese Nutzung eigentlich ungeeignet, und so wurde ein neues Haus am Neuen Graben 14, später Klubstraße 8, gebaut. Das ist in etwa dort, wo heute die Osnabrückhalle steht. In dem Gebäude nach Plänen des Stadtbaumeisters Hackländer fanden 35 Kinder Platz.
Zunächst trug der Magistrat das Haus, 1875 gab er die Trägerschaft ab, 1879 gründete sich der Kinderhospital-Verein zu Osnabrück.
1942 wurde das Kinderhospital durch Bomben zerstört. Dank umsichtiger Helfer wurde niemand verletzt, doch das Krankenhaus musste in das Kinderheim Galisch nach Bad Rothenfelde verlegt werden. Ein Wiederaufbau in der Klubstraße war nicht möglich, hier standen die Naafi-Baracken der britischen Streitkräfte. Die Stadt und die Evangelischen Stiftungen stellten das heutige Gelände an der Iburger Straße zur Verfügung. Der Bau zog sich allerdings bis 1950 hin, da es oft an Geld oder Material für den Weiterbau fehlte. Am 1. Juli 1950 schließlich konnten die 100 Betten im Haus belegt werden, darunter eine Säuglingsstation, eine Kinderstation, eine Beobachtungsstation, zwei Infektionsabteilungen und vier Räume für Mütter mit Kindern.
Seither ist das Haus mehrfach erweitert und umgebaut worden, so wurde bereits in den 50er-Jahren die Kapazität auf 160 Betten erhöht. Es kamen weitere Stationen und Wohnungen für die Schüler der Kinderkrankenpflegeschule hinzu. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie ambulante und tagesklinische Angebote wurden geschaffen und im Laufe der Jahre immer weiter ausgestaltet: Im Mai 2008 wurde eine Spiel- und Bewegungshalle für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Betrieb genommen. Heute führt das Haus 121 Betten, verteilt auf die Kinder- und Jugendheilkunde und die Kinder- und Jugendpsychiatrie.
In diesem Jahr wird ein weiterer Neubau hinzukommen: Gemeinsam mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Marienhospitals (MHO) wird auf dem Gelände des MHO das Christliche Kinderhospital Osnabrück errichtet. Hier werden die kinderheilkundlichen Abteilungen beider Kliniken gebündelt und damit die zweitgrößte Fachklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Niedersachsens geschaffen.

Bildtext: Vor 60 Jahren zog das Kinderhospital in dieses Gebäude an der Iburger Straße ein. Foto: Kinderhospital

Der Schölerberg ist heute viel stärker bebaut. Daher hat der Fotograf dieses aktuelle Foto von einem anderen Standort aus aufgenommen. In der Bildmitte ist das Portal des Kinderhospitals zu sehen. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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