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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gentechnik größter Lebensmittelskandal der Welt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" [. . .] Die Initiative gentechnikfreies Osnabrücker Land′ setzt sich mit den Gefahren bei transgenen Ernährungspflanzen auseinander, am Rande auch mit genetisch veränderten Tieren.
Tatsächlich sind aber auch genveränderte Medikamente nicht problemlos. So können zum Beispiel zehn Prozent der Diabetes-Patienten gentechnisch hergestelltes Insulin nicht vertragen und werden hierdurch noch kränker. [. . .] Bei der grünen Gentechnik geht es in Deutschland hauptsächlich um hier angebauten Mais. Soja, Raps und Baumwolle werden importiert. Den Pflanzen werden Gensequenzen ins Genom transferiert, die sie zum Beispiel resistent gegen Schadinsekten und gegen Unkrautspritzmittel machen. Der eingepflanzte Bazillus thuringiensis gegen Ungeziefer produziert in der ganzen Pflanze ein Gift, das letztlich in die Nahrung gelangt sowie in Boden und Grundwasser und damit auch ins Trinkwasser geht. Da Beikräuter gegen das giftige Spritzmittel Glyphosat resistent geworden sind, müssen immer größere Mengen eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Superunkräuter, denen man nicht mehr Herr werden kann.
Von höheren Ernteerträgen ist weltweit nichts bekannt. Dem Welthungerproblem kann mit der grünen Gentechnik nicht zu Leibe gerückt werden. [. . .]
Es ist Tatsache, dass der in Deutschland angebaute Genmais durch Wind und Bienen auf andere Felder verteilt wird und sich auskreuzt. Die geringen vorgeschriebenen Abstandsflächen [. . .] können dies nicht verhindern. [. . .]
Probleme bekommen jetzt schon die Imker: Einem bayerischen Bienenhalter wurde gerichtlich auferlegt, seinen gesamten Honig zu vernichten, da sich hierin Genspuren fanden.
Das Grundproblem scheint zu sein, dass die Gentechniker mit dem Erbgut wie mit Legosteinen umgehen [. . .]. Ferner haben die Genkonzerne offensichtlich eine unendliche Profitgier.
Transgene werden tatsächlich an unbekannter Stelle und in vorher nicht abschätzbarem Umfang in den Wirtsorganismus eingebaut. Welche Proteine daraufhin genau vom Empfängergenom wegen des fremden Materials produziert werden, ist weitgehend unbekannt. Es handelt sich um eine Versuch-und-Irrtum-Methode, die abenteuerliche und sehr unerwünschte Ergebnisse zur Folge haben kann und auch hat. [. . .]
Bei Fütterungsstudien mit Genpflanzen bei Tieren ist es zu extremen Verformungen der inneren Organe, Fruchtbarkeitsproblemen und sogar zu erhöhten Todesraten gekommen. Allergische Reaktionen bei Menschen sowie die Morgellonsche Krankheit werden auf den Konsum genetisch veränderter Nahrungsmittel zurückgeführt [. . .].
75 Prozent der Deutschen sind gegen grüne Gentechnik. Vorteile hat sie nicht nur teilweise gravierende Nachteile. Warum schaffen wir sie nicht einfach ab, wo es sich hierbei man kann es nicht anders ausdrücken um den größten Lebensmittelskandal der Welt handelt?
Auch Prinz Charles hat gewarnt, dass multinationale Konzerne mit der Erzeugung genetisch veränderter Nutzpflanzen ein gigantisches Experiment mit der Natur und der ganzen Menschheit, das völlig schiefgegangen ist′, betreiben (Neue OZ vom 14. August 2008). Vielleicht wird ja irgendwann auch die Wissenschaft auf unserer Seite kämpfen hoffentlich ist es dann nicht zu spät."
Autor:
Rolf Brinkmann


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