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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Baum des kleinen Mannes
Zwischenüberschrift:
Schüler schnitten Kopfweiden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Friedhelm Scheel streift sich die Schutzmaske vom Kopf. " Die Weide war der Baum der armen Leute", erklärt der Leiter der Natur-AG des Mettinger Kardinal-von-Galen-Gymnasiums. " Die Armen durften nicht in den Wald, und so pflanzten sie diese rasch wachsenden Bäume, um Brennholz zu haben."
Ohne Frage: Der ehrenamtliche Landschaftswart aus dem Kreis Steinfurt ist in seinem Element. Von Oktober bis März ist er mit der Natur-AG einmal monatlich im Auftrag des praktischen Naturschutzes unterwegs. Jetzt nahmen sich die Umweltaktivisten einige Weiden in Osnabrück-Hellern vor. Die Bäume werden zunächst bis auf rund zwei Meter heruntergeschnitten.
Die Arbeiten an der Motorsäge übernehmen teilweise schon die Schüler. " Sie dürfen ab 16 Jahren an einem Lehrgang teilnehmen und bis zur Volljährigkeit unter Aufsicht eines Erwachsenen mit der Säge arbeiten", blickt Scheel anerkennend hinüber.
Ist ein Baum gefällt, wird er entastet und vielfach verwertet: Während die dickeren Stämme von den zwei anwesenden Vätern als Brennholz genutzt werden, kann die Gemeinde Wallenhorst die etwas dünneren Weidenäste gut gebrauchen. Die schnell nachwachsenden Stecklinge werden dort für ein Kleinbiotop verwendet.
Der alljährliche Schnitt der Bäume lässt nach und nach den sogenannten Weidenkopf entstehen, der zudem hohl wird. " Diese Räume sucht dann zum Beispiel der Steinkauz als Nistplatz", erklärt Scheel. Die Vögel sind nicht nur in der Grenzregion zu Nordrhein-Westfalen gern gesehen: Während in NRW mehrere Tausend Exemplare leben, versucht die Natur-AG des Mettinger Kardinal-von-Galen-Gymnasiums, ausgeflogene Jungkäuze künftig bewusst im Landkreis Osnabrück anzusiedeln.

Bildtext: Mit Motorsäge oder Handsäge bearbeiteten die Schüler aus Mettingen jetzt erneut Kopfweiden in Hellern. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
steb


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