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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Abrissbagger soll es richten
Zwischenüberschrift:
Stehimweg an der Iburger Straße: Stadt will Engpass beseitigen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. An diesem Stehimweg haben sich die Planer zehn Jahre lang die Zähne ausgebissen: Das Apothekenhaus Iburger Straße 37 wird voraussichtlich schon bald von der Bildfläche verschwinden. Die Straße bekommt dann eine zusätzliche Spur.
Für den stadteinwärts fahrenden Verkehr wird es eng kurz hinter der Osningstraße. Im Reißverschlussprinzip müssen die Autofahrer auf der verbleibenden Spur zusammenrücken, um dem Hindernis auszuweichen. Das Hindernis ist ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1908.
Wenn es nach den Plänen der Stadt gegangen wäre, hätte der Abrissbagger den Stehimweg schon vor sechs Jahren abgeräumt, um Platz für vier Spuren zu schaffen.
Aber ein älterer Herr erwies sich als harte Nuss für die Perfektionisten. Es sei " keine Verkaufsbereitschaft zu erkennen", konstatierte damals Joachim Götz, der Leiter des Fachbereichs Immobilien. Das Haus blieb stehen, die Planer mussten umplanen. Als die Iburger Straße 2002 ausgebaut wurde, schufen sie ein dreispuriges Provisorium.
Bei dem Engpass ist es bis heute geblieben. Aber jetzt sind die Dinge zumindest hinter den Kulissen in Bewegung gekommen. Schon seit über einem Jahr ist die Apotheke im Erdgeschoss geschlossen. " Wir sind umgezogen nach Holzhausen", heißt es auf telefonische Nachfrage.
Ein Eigentümerwechsel hat den Weg geebnet für Verhandlungen mit der Stadt. Allerdings nicht auf direktem Wege. Nach Informationen unserer Zeitung bot die neue Eigentümergemeinschaft die Immobilie zunächst über die Oldenburgische Landesbank für 390 000 Euro zum Kauf an.
Etwas zu optimistisch, wie sich bald herausstellen sollte. Die Zeit arbeitete für die Stadt, die inzwischen den Bebauungsplan geändert hatte. Eine Voraussetzung, um ein Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen, mit einem gravierenden Handicap für die Eigentümergemeinschaft. Denn ein solcher Passus fördert nicht gerade die Verkaufsaussichten.
Ob notgedrungen oder leise triumphierend irgendwann müssen sich beide Seiten doch an einen Tisch gesetzt haben. Der Preis soll gegenüber der ersten Erwartung um ein knappes Viertel nach unten korrigiert worden sein. Wenn der Rat nun zustimmt und die Unterschriften geleistet werden, will die Stadt das Haus möglichst kurzfristig abreißen. Für die Restfläche, die für den Straßenbau nicht benötigt wird, soll nach den Vorstellungen der Planer ein Neubau entstehen.
Bei der Stadt steht das Geld für den Abriss des Apothekenhauses schon bereit, das für den Straßenausbau allerdings noch nicht. So könnte es zu der kuriosen Situation kommen, dass die entstehende Baulücke an der Iburger Straße schneller beseitigt wird als der Engpass.

Bildtext: Hier wird es eng: Die Stadt will das Apothekenhaus an der Iburger Straße möglichst bald abreißen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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