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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Der OB kneift vor der Diskussion"
Zwischenüberschrift:
Im Bürgerforum ging es hoch her
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach dem derzeitigen Stand könnten die Pläne für ein Baugebiet " Nördlich Brinkhofweg" nach den Sommerferien öffentlich ausliegen. So weit soll es aber nach dem Willen vieler Anwohner nicht kommen. Dies war am Mittwochabend erneut der Tenor beim Bürgerforum Kalkhügel und Wüste, in dem es zum Teil hoch herging.
Die nüchternen Daten: 88 Grundstücke könnten hier entstehen, vornehmlich Einzel- und Doppelhäuser sowie einige Reihenhäuser, stellte Christian Albrecht vom Fachdienst Bauleitplanung die bisherigen Überlegungen vor. Damit solle der vorhandene Siedlungsbereich " abgerundet" werden. Die Erschließung würde über den Brinkhofweg erfolgen. In Richtung Burenkamp bliebe ein rund 80 Meter breiter Grünstreifen.
Doch die Diskussion betraf nicht nur das potenzielle Baugebiet, sondern das gesamte Wohnbaumanagement, das Stadtbaurat Wolfgang Griesert den Bürgern erläuterte: das Ziel der Stadt, die Einwohnerzahl zumindest zu halten, Einpendler und junge Familien als neue Bewohner zu gewinnen, um die Infrastruktur erhalten und Steuern einnehmen zu können.
Die mehr als 75 Minuten lange Diskussion verlief dann von sachlich (" Wie ermittelt die Stadt den Wohnungsbedarf?") bis polternd (" Das ist die Verlogenheit, die wir so hassen"). Da ist zum einen das Interesse von Anliegern, die sich in der " Initiative Grüner Kalkhügel" für ihr Naherholungsgebiet einsetzen. Zum anderen ist da der Blick auf die gesamte Stadt, die nach Ansicht der Teilnehmer und Teilehmerinnen wieder einen Teil ihrer " grünen Lunge" verlieren würde.
Einige Bürger gingen dann noch weiter: Der nicht anwesende Oberbürgermeister Boris Pistorius kneife vor der Diskussion (" Das muss doch Chefsache sein"). Dazu kam der Generalvorwurf, sich von Investoren fremdbestimmen zu lassen und frühere Versprechungen, den Kalkhügel nicht weiter anzurühren, zu brechen.
Dies wollten Stadtbaurat Griesert und Bürgermeister Burkhard Jasper so nicht stehen lassen: Natürlich gebe es Gespräche mit Investoren. Zudem sei der Bereich seit rund 30 Jahren im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesen. Nun habe der Rat sogar noch eine Verkleinerung der infrage kommenden Fläche beschlossen, sagte Jasper mit Nachdruck.
Fortgesetzt wird die Diskussion nun am Dienstag, 20. Januar. Dann findet ab 19.30 Uhr eine Bürgerversammlung in der Elisabeth-Siegel-Schule statt.
Autor:
hmd


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