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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Große Koalition für die Düte
Zwischenüberschrift:
Flurbereinigung nach neun Jahren erfolgreich abgeschlossen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ende gut, alles gut. Darauf konnten sich nach neun Jahren alle Beteiligten einigen: Das erste Flurbereinigungsverfahren innerhalb der Osnabrücker Stadtgrenzen hat seinen erfolgreichen Abschluss gefunden.
Worum ging es? Die Düte, wichtigster Fluss außer der Hase, ist auf weiten Strecken ein naturnahes Gewässer. Das Vorkommen des seltenen Mühlkoppe-Fisches hat sogar dazu geführt, dass der Fluss unter dem Schutz der europäischen " Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie" steht. Die Düte und ihr gewässernahes Gebiet, die Aue, möglichst ursprünglich zu bewahren, hatte sich seit Mitte der 1990er-Jahre auch der Naturschutz in Osnabrück zur Aufgabe gemacht.
Denn Bautätigkeiten und Bodenversiegelungen hatten in Nebenbächen zu verstärktem Wasserabfluss und dadurch zu reißender Strömung in der Düte geführt. Die Folge: Der Wasserstand sank durch Tiefenerosion ab und gefährdete den Lebensraum der Auenlandschaft. Ein Landschaftsplan " Düte-Aue" sah daher vor, den Fluss und seine Umgebung nachhaltig zu renaturieren.
Zur Umsetzung der Revitalisierungsschritte bedurfte es allerdings eines sogenannten vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens. Es wird immer dann angewendet, wenn es etwa um die Neuordnung von ländlichem Grundbesitz geht. Denn die ökologischen Maßnahmen sollten sich auf rund 500 Hektar in Hellern und Sutthausen erstrecken und berührten damit die Interessen vieler Eigentümer. Die schlossen sich das ist in solchen Fällen üblich zu einer Teilnehmergemeinschaft zusammen.
" Von Anfang an haben wir es gut gefunden, dass die Stadt mit ehrlichen Worten an uns herangetreten ist", meinte Hans-Jürgen Nieberg vom Gemeinschaftsvorstand. Im Tauschverfahren bekamen die Landwirte für ihre Flächen an der Düte andere Grundstücke zur Verfügung gestellt. Die Stadt brachte dabei aus eigenem Besitz knapp 20 Hektar aus Grundvermögen mit ein.
Verfahren ohne Klagen
" Es ist gelungen, das Flurbereinigungsverfahren ohne Klagen abzuschließen", fasste Norbert Wencker von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) die Arbeit seit 1999 zusammen. Die GLL sorgte für die Planung, Umsetzung und Finanzierung der Flurbereinigung. Die Öko-Maßnahmen kosteten 421 000 Euro, wovon Bund und Land 60 Prozent übernahmen. Die Stadt zahlte den Rest und legte noch rund eine Million Euro drauf, beispielsweise für die von ihr eingebrachten Grundstücke.
Die Renaturierung der Düte-Auen begannen 2003: Statt Fichten und Tannen wurden standortgerechte Bäume wie Buchen oder Eichen gepflanzt, die Ufer erhielten Erlen und Gebüsch. Die Fließgeschwindigkeit der Düte wurde durch die Revitalisierung etwa des Harderbaches vermindert.

Bildtext: An der Düte trafen sich Vertreter der wichtigsten Organisationen, die an der Renaturierung der Düte-Auen beteiligt waren. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
steb


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