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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Frust nach dem Frost
Zwischenüberschrift:
Nach dem Tauwetter kommen Schmutz und Straßenschäden wieder zum Vorschein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Schnee bedeckte Kehricht von Silvester und die Straßenschäden in der Stadt gnädig. Jetzt ist die weiße Pracht wieder weg, und alles kommt zum Vorschein. Und an manchen Stellen sieht es schlimmer aus als vorher. Salzreste verschmutzen derzeit Schuhe und Fahrzeuge.
Von Michael Schwager
Osnabrück. Die Pappreste der Feuerwerkskörper auf den Rad- und Fußwegen sind zu einem rutschigen Brei zermanscht. Zersplitterte Flaschen liegen in den Rinnsteinen, und vielerorts liegt noch der Splitt, der zum Abstumpfen der überfrorenen Gehwege gestreut war. Gerade in Kurven von Radwegen werden die Steinchen für Radfahrer jetzt zum Sturzrisiko.
Möglicherweise sieht es beim nächsten Schnee etwas besser aus. Das speziell für Radwege bestellte Räumfahrzeug ist inzwischen ausgeliefert. Marietta Klekamp-Lübbe, Leiterin des für die Straßenreinigung zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebes, wirbt um Verständnis. Ihre Leute hätten in den vergangenen 14 Tagen an mindestens sieben Tagen mehr als zwei Schichten durchgearbeitet. Allein 800 Tonnen Tausalz streuten sie in diesen Tagen auf die Hauptverkehrsadern der Stadt und häuften dabei auch jede Menge Überstunden an. Im Augenblick nutzten die Mitarbeiter wieder die Gelegenheit, im Wechsel einige davon abzufeiern. Erste Priorität beim Fegen hätten jetzt die Straßen.
Der Dauerfrost, der bei den Straßenreinigern für Stress sorgte, führte bei den Straßenbauern der Stadt zu einer gewissen Entspannung. Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau erklärt mit den konstant frostigen Temperaturen, dass die Straßen den harten Wintereinbruch recht gut überstanden haben. Schmidt: " Der Umfang der Straßenschäden ist diesmal nicht außergewöhnlich." Wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken, dringt immer wieder Tauwasser in die Beläge ein, gefriert erneut und sprengt Ritzen und Hohlräume jedes Mal weiter auf. Diesmal fand das alles nur einmal statt, und das Eis taute auch nur einmal gleichmäßig auf.
Aber die Atterstraße beispielsweise, so Schmidt, habe es diesmal trotzdem erwischt. Allerdings war diese Fahrbahn vorher schon in schlechtem Zustand und steht deshalb auch auf dem Sanierungsplan ganz oben. Dass die Schadensbilanz insgesamt gut aussehe, so Schmidt, habe auch damit zu tun, dass bisherige " Sorgenkinder" wie die Iburger Straße und die Meller Straße sowie die Vehrter Landstraße gerade ausgebaut worden und winterfest seien.

Bildtext: Der Winter hatte den ganzen Feuerwerksdreck freundlich überdeckt. Jetzt ist alles wieder da.
Mit dem Salz hat es hier wohl jemand etwas zu gut gemeint. Durch den Gully fließt es bald in die Hase

Die Atterstraße hat unter der Kälte gelitten. Die Fahrbahn war aber schon vorher sanierungsbedürftig und steht auf der Prioritätenliste der Osnabrücker Straßenbauer ganz oben. Insgesamt kamen die Verkehrswege im Stadtgebiet bisher ganz gut über den Winter. Fotos: Jörn Martens

Wo das Streusalz bleibt

800 Tonnen Salz, das sind an die 40 Sattelzüge, wurden seit Weihnachten auf Osnabrücker Straßen aufgebracht. Fast das Dreifache der Menge, die vor einem Jahr für eine ganze Saison reichte. Mit dem nächsten Regen fließen diese 800 Tonnen innerhalb kurzer Zeit in die Hase.
Das Hasewasser wird an zwei Dauermessstationen oberhalb und unterhalb der Stadt kontrolliert, so der Osnabrücker Gewässerökologe Friedel Hehmann. Die Auswirkungen des Streusalzes auf das Flusswasser seien aber nicht gezielt untersucht worden, hieß es dazu beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.
Bei größeren Fließgewässern könnten im Winter Straßenabwässer die Salzlast besonders im Einzugsgebiet großer Städte zeitweise deutlich erhöhen, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt in einer Information: Gewässeruntersuchungen der Isar zeigten im Winterhalbjahr bis zu viermal höhere Konzentrationen als im Sommer. Schädlich sei aber auch diese Konzentration für Tiere und Pflanzen noch nicht.
www. lfu.bayern.de
Autor:
Michael Schwager


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