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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Erst ein Knacken – dann der Riss
Zwischenüberschrift:
Feuerwehr übt den Rettungsfall – Eisschicht auf dem Rubbenbruchsee wird dünner
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Den roten Eisschlitten mussten sie schon lange nicht mehr vom Gerätewagen ziehen. Gestern war es aber so weit. Mit einer Rettungsübung simulierte die Berufsfeuerwehr auf dem Rubbenbruchsee den Ernstfall. Das Eis wird immer dünner und Einbrüche werden wahrscheinlicher.
jpet Osnabrück. Für den Bruchteil einer Sekunde schaut auch die sonst so stresserprobte Mannschaft der Berufsfeuerwehr Osnabrück gestern Vormittag erschrocken drein. Ein Mann tritt mit seinem Stiefel kräftig auf die Eisschicht, die ungewollte Reaktion: Erst ein Knacken, dann zieht sich plötzlich ein Riss zackig wie ein Blitz unter den Füßen seiner Kameraden in Richtung Ufer.
Auch wenn das Eis noch hält, verdeutlicht der kleine Schock den Rettern, worum es eigentlich geht. Nachdem der Rubbenbruchsee von Oberbürgermeister Boris Pistorius freigegeben wurde und die Eisfläche in den vergangenen Tagen ohne Angst vor einem Bußgeld auf eigene Gefahr betreten werden durfte, wird es nun richtig gefährlich. Das Tauwetter lässt die dicke Eisschicht langsam zusammenschmelzen.
" Heute war das Eis aus unserer Sicht noch dick genug. Wie es morgen aussieht, weiß man nicht", sagt Feuerwehrmann Marcus Veerkamp nach der Übung. Hält das Tauwetter an, sollte auf jeden Fall vom Betreten des Sees abgesehen werden, empfiehlt die Feuerwehr. " Einbrüche sind lebensgefährlich", sagt Feuerwehr-Sprecher Jan Südmersen. Wenn tatsächlich ein Mensch im eiskalten Wasser versinkt, muss alles ganz schnell gehen. Nach einer halben Minute fängt der Körper bei diesen Temperaturen an, mit Notabschaltung zu reagieren. Die Organe fangen an auszufallen, man gerät in eine gefährliche Unterkühlung hinein, die geradewegs in den Tod führt. Sich selbst zu retten ist in diesem Zustand oft schwierig, aber auch die professionellen Retter der Feuerwehr haben es nicht leicht: Auf großen Seen arbeiten sie meistens mit einem sogenannten Eis-Rettungsschlitten. Das Gefährt erinnert an einen Katamaran. Zwei rote Gleitkörper ermöglichen es, dass der Retter sein Gewicht gleichmäßig auf dem Eis verteilt. Selbst wenn das Eis stellenweise für einen erwachsenen Mann schon zu dünn ist, gelingt ihm mit dem Schlitten und in einem speziellen Eis-Anzug geschützt eine sichere Passage zum Opfer.
Bundesweit gab es in den letzten Tagen schon mehrere Einbrüche auf Seen und Flüssen. Stadt und Landkreis Osnabrück sind bisher verschont geblieben.

Bildtext: Mit einem Eis-Rettungsschlitten bewegen sich die Retter im Ernstfall über den Rubbenbruchsee. Der Schlitten verteilt das Gewicht des Feuerwehrmannes gleichmäßig auf eine größere Fläche. Ein Einsatz ist deshalb auch auf dünnem Eis möglich. Fotos: Jörn Petring

Der Spezialanzug ist gut isoliert. Retter können mit ihm auch im eiskalten Wasser arbeiten.
Autor:
jpet


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