User Online: 1 | Timeout: 16:57Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kranke Kinder gehören nicht in die Kita
Zwischenüberschrift:
Grippewelle bringt berufstätige Eltern in Bedrängnis
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In Niedersachsen rollt die Grippewelle an. Den Höhepunkt erwartet das Gesundheitsamt Ende Januar oder im Februar. Bei Erkrankungen mit Fieber sollten Kinder unbedingt zu Hause bleiben, lautet die amtsärztliche Empfehlung. Das ist für manche Eltern jedoch leichter gesagt als getan.
Besonders in den Kitas ist die Ansteckungsgefahr groß. Denn dort spielen Kinder in engstem Kontakt miteinander. Durch Tröpfchen beim Niesen und Husten verbreiten sich die Krankheitserreger explosionsartig. Sie setzen sich auf Hände, Spielzeug und Türklinken, übertragen sich auf Spielkameraden und auf das Personal.
In der Kita von St. Katharinen in der August-Hölscher-Straße ist momentan zwar wenig von einer Grippewelle zu spüren. " Aber vor Weihnachten war es ganz extrem. Viele hatten Infektionen", sagt Leiterin Margit Wieland. Das wird auch aus anderen Kitas berichtet.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes und des Robert-Koch-Instituts treten seit Dezember vermehrt Infektionen der oberen Atemwege auf. Eine zunehmende Anzahl der Fälle wird durch Grippeviren ausgelöst. In der zweiten Januarwoche befanden sich, besonders im Nordwesten Deutschlands, die Werte auf einem " stark erhöhten Niveau".
" Wenn sich die Infektionen häufen, gibt es manchmal Konflikte mit Eltern, die kranke Kinder bei uns abgeben." Das hat Karin Tobergte vom Leitungsteam des Waldorf-Kindergartens schon öfter erlebt. Schnupfen sei nicht das Problem, manche Kinder schnupften den ganzen Winter durch. " Aber wenn wir merken, dass ein Kind Fieber hat, sagen wir den Eltern inständig, dass es abgeholt werden soll." Sind beide Eltern berufstätig und haben keine Verwandten in der Nähe, die das Kind betreuen können, ergäben sich mitunter Probleme.
Für Helmut Tolsdorf, Leiter des Fachdienstes " Kinder" der Stadt Osnabrück, sind das eher Einzelfälle. Er verweist auf die Freistellungsregelung, wie sie in gesicherten Arbeitsverhältnissen eigentlich üblich ist. Dieser Regelung zufolge können sich berufstätige Eltern, deren Kinder erkrankt sind, kurzzeitig freistellen lassen bezahlt vom Arbeitgeber oder durch einen finanziellen Ausgleich, den die gesetzliche Krankenversicherung trägt.
Aber nicht alle Eltern sind sich ihres Arbeitsverhältnisses so sicher. Manche scheuen sich, die Freistellung in Anspruch zu nehmen, so die Erfahrung in einigen Kitas. " Viele Eltern erleben Druck vom Arbeitgeber. Sie haben Angst, zu oft zu fehlen", ist der Eindruck von Angela Beuck, Leiterin der Kita der Lutherkirche. Bei den vielen Infekten, die Kinder über das Jahr haben, " knirscht der Arbeitgeber oft mit den Zähnen".
Dann werden schon mal kranke Kinder geschickt oder kehren zu früh in die Kita zurück. Sie sollten jedoch zuvor mindestens einen Tag fieberfrei sein, wie es die Ärzte empfehlen, so Beuck. Denn: " Ist der Infekt noch im Körper, flackert er schnell wieder auf." Die Ausschlusskriterien für die Kita-Leiterinnen sind: Fieber, Schmerzen, akuter Dauerhusten, Abgeschlagenheit. " Kranke Kinder gehören nicht in die Einrichtung", appellieren sie an Eltern und Arbeitgeber.

Bildtext: Mit Schnupfen und Halskratzen fängt es oft an, dann folgen Husten, Kopfschmerzen und Fieber. In diesem Zustand gehören nicht nur Kinder ins Bett. Foto: Colourbox
Autor:
Gila Kriz


Anfang der Liste Ende der Liste