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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gesamtschule: Jetzt geht′s um die Kosten
Zwischenüberschrift:
Zwei Konzepte für den möglichen Umbau der Käthe-Kollwitz-Schule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Rat hat die Planung einer zweiten Gesamtschule beschlossen. Die Eltern wünschen sich eine Integrierte Gesamtschule (IGS) am Standort der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS). Jetzt liegen erste Schätzungen der Kosten vor, die bei den notwendigen Um- und Neubauten anfallen würden.
Für einen Neubau plädiert der Leiter des Eigenbetriebs Immobilien und Gebäudemanagement, Joachim Götz. In der Sitzung des Schul- und Sportausschusses stellte er sein Konzept vor: Alle Gebäude der KKS sollen demnach abgerissen werden. Mit Ausnahme des Verwaltungstrakts: Der wird saniert. Direkt daneben würde ein kompakter Schulneubau errichtet. An der Ameldungstraße entstünde eine neue Sporthalle.
Grundlage ist das Raumprogramm für eine fünfzügige IGS von Klasse 5 bis 10, das der Fachbereich Schule und Sport erstellt hat. Die Kosten dafür schätzt Götz auf 19, 75 Millionen Euro: " Die Endsumme kann in diesem Planungsstadium noch bis zu 40 Prozent abweichen." Käme eine Oberstufe dazu, erhöhte sich der Betrag nochmals um 1, 1 Millionen Euro.
Wesentlich geringer fällt der Kostenentwurf aus, den Schulleiter Walter Altenhoff und sein Vertreter Stefan Knoll darlegen. Er wurde hochgerechnet aus einer Kostenschätzung, die ebenfalls der Eigenbetrieb Immobilien noch im Mai für Sanierung und Teilneubau der Haupt- und Realschule vorgenommen hatte. Bei diesem Konzept wird nur der lang gezogene Drei-Gebäude-Trakt abgerissen und neu gebaut. Der Rest wird saniert. Die von Altenhoff genannten Kosten: 8, 1 Millionen Euro. Wobei bereits 6, 27 Millionen Euro für die Sanierung der Schule vorgesehen sind unabhängig von einer IGS.
Der zunächst krasse Unterschied vermindert sich jedoch bei genauer Betrachtung. Denn zum einen enthält das Konzept des Eigenbetriebs auch die Renovierungskosten der Teutoburger Schule. Hierhin sollen nämlich die Berufsbildenden Schulen Schölerberg verlegt werden, die jetzt noch Räume der KKS nutzen. Zum anderen könnte die Sporthalle aus dem Sporthallenprogramm finanziert werden. Damit reduzierte sich der Betrag beim Konzept des Eigenbetriebs für die KKS auf 15, 5 Millionen Euro.
Auf der anderen Seite weist Götz darauf hin, dass bei der Rechnung der Schulleiter Faktoren wie energetische Ausstattung, Außenanlagen und Klassencontainer nicht berücksichtigt sind. Bei genauer Analyse näherten sich die Kosten beider Konzepte, rechnete er vor: " Sanierung geht jedoch langsamer und birgt zusätzliche Risiken."
Vorlage " unkonkret"
" Im Konzept des Eigenbetriebs sind Beträge aufgeführt, die mit der IGS nichts zu tun haben", zeigt sich Marion Fiolka-Dörpmund (SPD) verärgert. Zudem sei die Vorlage " unkonkret" und eine Kostenschwankung in Millionenhöhe nicht tolerierbar.
" Beide Konzepte sind nachvollziehbar", meint Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski. Wichtig sei jedoch, die " echten Mehrkosten" einer IGS zu ermitteln. Sie schlug vor, sich noch einmal mit Fachleuten zu beraten. In der nächsten Sitzung soll die Kostenfrage gemeinsam mit den Auswirkungen einer IGS auf die Osnabrücker Schullandschaft erörtert werden.
Zudem will die Verwaltung versuchen, Fördermittel zu beantragen. Bei einer zügigen Beschlussfassung könnte im Sommer 2009 mit der Sanierung der Teutoburger Schule und im März 2010 mit der Baumaßnahme KKS begonnen werden, so der Zeitplan des Eigenbetriebs. Der Schulbetrieb würde währenddessen weiterlaufen.
Autor:
gil


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